Hintergrund:

Sobald die Nächte nach dem Winter wieder wärmer werden, wandern die Erdkröten zurück in ihre Laichgewässer. An einigen Stellen müssen sie dabei die Straße überqueren. Da Kröten beim besten Willen nicht schnell genug sind, das zu schaffen, werden viele von ihnen überfahren. Um dies zu verhindern, errichten wir jedes Jahr einen Zaun, mittels dessen die Kröten in Eimern gefangen werden, damit wir sie sicher über die Straße tragen können.
Leider erwischen wir mit dem Zaun aber nicht alle Kröten, so dass immer noch die Straßen nach ihnen abgesucht werden müssen.

 

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Hintergrundwissen:

Obwohl die Erdkröte in Deutschland aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit flächendeckend vorhanden ist, nimmt ihre Zahl beständig ab. Gründe dafür liegen unter anderem in der Verfüllung ihrer Laichgewässer und dem Ausbau von Straßen, die die Wanderung für die kleinen Tiere sehr gefährlich macht.

Abgesehen davon, dass Erdkröten sich sehr langsam fortbewegen, und es in ihrem Tempo einfach nicht schaffen würden, eine befahrene Straße (bereits bei ein Verkehrsaufkommen von 9 Autos/h endet für 80% der querenden Kröten die Reise tödlich), haben männliche Erdkröten erschwerend die Angewohnheit, sich von ihren Herzensdamen zum Wasser tragen zu lassen. Dabei warten sie bevorzugt auf der übersichtlichen und von der Tagessonne noch angewärmten Straße auf vorbei"eilende" Weibchen. Das Erdkrötenmännchen im Bild ist hoch aufgerichtet und eindeutig auf Brautschau. Auf der Straße sitzend, ist seine Überlebenschance gleich null.

Bitte Tempo 30!

Bei hoher Geschwindigkeit sind die kleinen Tiere nicht nur recht schwierig zu erspähen. Es nutzt ihnen auch nichts, wenn aufmerksame Autofahrer so fahren, dass sie von den Reifen nicht erwischt werden. Ab einem Tempo von 30 km/h entsteht unter dem Auto ein Sog, dem die fragilen Lurchlungen nicht standhalten. Die Lunge platzt, und das Tier bleibt verendet auf der Straße zurück - ohne äußerlich verletzt zu sein. Dieses Phänomen wird als Barotrauma bezeichnet. Aus diesem Grund ist es für die querenden Tiere so wichtig, dass sich Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten!

Der Kreisverband Bergstraße ist eine Untergliederung des NABU Landesverbandes Hessen.

Fotowettbewerb 2017

Wir suchen bis zum 31.10.2017 die schönsten Bilder am 

Steyschen Vogelfutterrahmen.

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Unsere Kooperationspartner:

HILFE FÜR VERLETZTE WILDTIERE

Unter der Rufnummer 06359/ 9489503 erreichen Sie die Tierrettung Rhein-Neckar, die sich um verletzte Wildtiere kümmert.

Naturschutzjugend

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene machen "action for nature" Mehr