Willkommen beim NABU Bergstraße

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. 



Amphibienwanderung 2021

Es werden HelferINNEN für die Betreuung (& Errichtung/Abbau) der Schutzzäune gesucht (Februar bis Juni)

Die Amphibien (Frösche, Kröten, Molche, ....) wandern - wie jedes Jahr - zu ihrem angestammten Laichgewässer. Durch den Klimawandel starten die Wanderungen immer früher im Jahr und enden später (Hauptwanderbewegungen aktuell von Ende Januar bis Mitte Juni). Die Amphibienwanderung beginnt sobald die Temperaturen sich konstant bei zirka +6-8 Grad halten. Sobald Regen einsetzt oder bei regennassen Straßen und passenden Temperaturen, kommt es in manchen Gebieten zu Massenwanderungen von Fröschen und Kröten. Unser dichtes Verkehrswegenetz ist dabei eine tödliche Gefahr. Zu Zeiten der Hauptwanderung von Amphibien werden bereits vielerorts temporäre Amphibienschutzzäune errichtet und betreut, um einen Großteil der Amphibien vor dem Straßentod /Barotrauma/ zu retten. 

Ehrenamtliche/freiwillige AmphibienschützerINNEN sind deshalb in diesen Wochen an den Wanderstrecken unterwegs, um die Tiere u.a. an Schutzzäunen einzusammeln und über die Straße zu ihren Gewässern zu bringen und einen Teil auch auf ihrem Rückweg zu begleiten. Die Ehrenamtlichen/Freiwilligen sind immer morgens und abends im Einsatz. Die Amphibien wandern regulär ab Dämmerung und nachts. 

Alle HelferINNEN an den Zäunen/ jeweiligen Straßen/ sind erkennbar an Warnweste, Taschenlampe und Eimer. 

Wir appellieren an alle, die mit einem Fahrzeug unterwegs sind, dringend die gebotene Geschwindigkeitsbegrenzung (30 km/h) einzuhalten, damit die Helferinnen und Helfer nicht gefährdet werden und auch die Tiere nicht an Barotrauma sterben, die außerhalb der Zäune wandern. Regulär sind Amphibienwanderstrecken mit entsprechenden Beschilderungen versehen. Auf Bundesstraßen ist es nicht möglich Tempo 30 einzurichten, oft gilt dort dann Tempo 60.

Wichtig zu wissen ist, dass Amphibien, die auf der Straße oder am Straßenrand sitzen, schon bei geringer Geschwindigkeit (mehr als Tempo 30) durch abrupt veränderte Druckverhältnisse neben oder unter einem Fahrzeug, meist tödlich verletzt werden. Die Amphibien sterben sehr langsam, elendig und qualvoll, da die Organe platzen - genannt Barotrauma. Dies ist neben platt gefahren werden, sehr häufig vorzufinden. 

Leider kommen nicht selten Amphibien selbst auf Waldwegen zu Tode, wenn diese befahren werden.

Einsatzorte sind aktuell: Viernheim, Bürstadt, Einhausen, HP-Mittershausen, HP-Scheuerberg, Mitlechtern, Albersbach (Kreiswald)

In 2020 konnten die AmphibienschützerINNEN  ca. 11000 Amphibien an den Einsatzorten retten. Viernheim u.a. (L3111 & Lorscher Weg) ca. 4500 - das sind eine sehr beachtliche Anzahl.  

Es werden Helferinnen und Helfer für die Betreuung der Schutzzäune & Errichtung/Abbau der Schutzzäune u.a. gesucht!  Einweisungen / Informationen finden am jeweiligen Einsatzort statt. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Für Familien ebenso geeignet.

Informationen unter www.krötenretter.deKONTAKT: Tel./WhatsApp 0160 9082 4629 (Projektleitung Amphibienschutz, Silvia Fusch, NABU Kreisverband Bergstraße e.V.; Email: amphibienwanderung@gmail.com oder Silvia.Fusch@nabu-bergstrasse.de

Fotos: Andrea Herschel


Hilfe für den Wendehals! – Paten für Schutzprogramm gesucht!

Im Kreis Bergstraße tritt der Wendehals zur Brutzeit vereinzelt auf und ist durch seine Tarnung und Lebensweise eher unauffällig. Hohe Bestandsdichten und eine Bruttradition für die „Viernheimer Waldheide“ und das „Meerbachtal“ sind bekannt und zählen zu den am besten untersuchten Gebieten für das Artauftreten in Hessen.

 

Studien zeigen, dass sich Nachkommen von Wendehalsbruten eher außerhalb ihres Geburtsortes in geeigneten Gebieten ansiedeln. Daher ist die zukünftige Bestandsentwicklung im Kreis Bergstraße eng mit einem großflächigen Schutzkonzept verknüpft, das über lokale Maßnahmen in Schwerpunktgebieten hinaus reicht.

 

Der NABU Kreisverband Bergstraße möchte ein kreisweites Programm für den Schutz und die Erfassung von Wendehälsen initiieren und ist auf Ihre Unterstützung angewiesen! Folgende Fragenfelder sind von Interesse und wir freuen uns auf ihre Untertützuung:

 

  • Wo konnten in der Vergangenheit Wendehälse zur Brutzeit beobachtet werden?
  • Wo gibt es betreute Nistkastenreviere mit festgestellten Wendehalsbruten?
  • Wer möchte das Wendehals-Schutzprogramm mit der Installation und Kontrolle von Nistkästen in geeigneten Potentialgebieten unterstützen?
  • Als Pate für ein Gebiet kontrollieren Sie Anfang Juni, zum Zeitpunkt des Schlupfes der Jungvögel, Ihre betreuten Nistkästen und melden Wendehalsbruten an den Projektkoordinator.

Kontaktperson beim NABU Kreisverband für das Wendehals-Schutzprogramm

Der Projektkoordinator Christian Zurek im NABU Kreisverband würde sich sehr über Ihre Unterstützung des Schutzprojektes freuen!

 

Kontakt: info@NABU-bergstrasse.de

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

 

 

Hier geht es zur ausführlichen Projektbeschreibung

Alle Bilder von Christian Zurek


Turmfalken Darsberg

Das Projekt Webcams Turmfalken Darsberg wurde Anfang des Jahres 2020 von der örtlichen NABU-Gruppe Hessisches Neckartal e.V. initiiert, um die Brut und Aufzucht der Turmfalken in Darsberg einem breiten Publikum über das Internet zugänglich zu machen.



Beitragsreihe Amphibien und Reptilien der Grube Feuerstein

Was sind denn Tiere mit Doppelleben? Sind Erdkröten giftig? Warum wollen manche Bergmolche nie erwachsen werden? Können Eidechsen ihren Schwanz abwerfen?

 

In 4 Beiträge klären wir diese und andere interessante Fragen über Amphibien und Reptilien. Im ersten Teil berichten wir über Amphibien, ihre Lebensgrundlage und was die Lampertheimer Grube Feuerstein damit zu tun hat. In den darauffolgenden Beiträgen geht es um die Erdkröte, den Bergmolch und die Zauneidechse. 

 

Hier können die einzelnen Beiträge herunter geladen werden

 

Teil 1: Amphibien und Reptilien

Teil 2: Erdkröten

Teil 3: Der Bergmolch

Teil 4: Die Zauneidechse


Hilfe bei der Amphibienwanderung

Erdkröte, Foto: D. Haase
Erdkröte, Foto: D. Haase

Helfen Sie uns beim Sammeln

Jedes Frühjahr wandern unsere Erdkröten zu ihren Laichgewässern zurück und müssen dabei immer wieder gefährliche Straßen überqueren.

 

Um ihnen eine sichere Überquerung zu ermöglichen, hat sich die AG Krötenwanderung formiert. mehr