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Aktuelles 2012

Kein Gifteinsatz gegen Maikäfer in Hanau
NABU Hessen begrüßt Entscheidung des Umweltministeriums
Wetzlar. Der NABU Hessen begrüßt die Entscheidung des hessischen Umweltministeriums, die von Hessen-Forst geplante Maikäferbekämpfung bei Hanau mit einem Breitbandgift abzusagen. „Die Umweltministerin hat eine gute Entscheidung für den Erhalt der biologischen Vielfalt getroffen“, erklärte Landesvorsitzender Gerhard Eppler. Es wäre unverantwortlich gewesen, im Wald ein gefährliches Gift einzusetzen, das wahllos alle Insekten tötet und andere Tiere nachhaltig schädigt.
Der Einsatz des Giftes hätte das gesamte Waldökosystem mit vielen bedrohten Tierarten wie Hirschkäf er und Schwarzspecht erheblich beeinträchtigt, so Eppler. Der NABU Hessen sei hoch erfreut darüber, dass Umweltministerin Lucia Puttrich den Mut und die Entschlossenheit aufgebracht habe, den unverantwortbaren Gifteinsatz zu unterbinden. Sie habe damit eine klare Entscheidung für den Erhalt der biologischen Vielfalt im hessischen Wald getroffen.
„Der schlechte Gesundheitszustand vieler Wälder in Maikäfer-Gebieten ist sowohl auf besondere standörtliche Bedingungen wie sandige Böden und geringe Sommerniederschläge als auch auf vom Menschen verursachte Veränderungen zurückzuführen“, betonte Eppler. An vielen Stellen führe die Wassergewinnung zu abgesenkten Grundwasserständen. Weitere Stressfaktoren des Waldes seien der Klimawandel mit trockeneren Sommern, Schadstoffe aus Verkehr und Landwirtschaft sowie die Zerschneidung der Wälder durch Verkehrstrassen und neue Siedlungs- und Gewerbegebiete.
Das führe dazu, dass sich die Wälder auflichteten und dem Maikäfer bessere Lebensbedingungen bereiteten. „Maikäfer sind aber nicht die Ursache für die Waldschäden, sondern ein Symptom“, so Eppler. Notwendig sei eine langfristige ökologisch ausgerichtete Waldstrategie, die den Anforderungen der nachhaltigen Entwicklung entspreche.
Eppler hofft nun, dass Gifteinsätze im hessischen Staatswald endgültig der Vergangenheit angehören und zukünftig auch im Privat- und Kommunalwald diese richtungweis ende Entscheidung des Umweltministeriums nachhaltig Gehör findet.
01/2012
Für Rückfragen:
Gerhard Eppler
Landesvorsitzender
Mobil: 0151-46163978
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ARCHIV 2011
Gesucht! Die Haubenlerche in Südhessen
Vogelkundler bitten die Bevölkerung um Hinweise über Vorkommen

Die Haubenlerche war früher in Hessen verbreitet, ist aber heute sehr selten geworden. Sie hat Hessen weitgehend geräumt. Auf nur noch 40 bis 70 Brutpaare wird der aktuelle Bestand geschätzt. Er beschränkt sich auf die Kreise Groß-Gerau und den südwestlichsten Teil des Kreises Bergstraße. Um den exakten Bestand dieser Vogelart zu erfassen, bitten NABU und Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz die Bevölkerung um Mithilfe. Beobachtungen der Haubenlerche sollten an eine der unten stehenden Personen gemeldet werden. In Frage kommen dabei insbesondere die Gemeinden Gernsheim, Groß-Rohrheim, Bürstadt, Biblis mit Ortsteilen, Lampertheim und Viernheim.
Die Haubenlerche bewohnt im Unterschied zur viel häufigeren Feldlerche kein Ackerland, sondern trockene sandig bis kiesige Ödlandflächen mit lückigem Pflanzenwuchs. Oft findet man sie auch auf Höfen von Gewerbebetrieben, Lagerflächen, Schulhöfen, Bahnanlagen und Parkplätzen von Einkaufsmärkten. Auch auf Reiterhöfen und am Rande von Neubausiedlungen lohnt sich die Suche.
Haubenlerchen sind Standvögel, d.h. sie bleiben auch im Winter in der Nähe ihrer Brutreviere, ziehen sich aber mehr in die Siedlungen zurück.
Haubenlerchen haben eine spitze Federhaube auf dem Kopf. Sie sind etwas größer als Spatzen. Ihr Gefieder ist bräunlich-hellgrau ohne farbige Abzeichen. Auf dem Boden trippeln die Haubenlerchen sehr schnell. Wenn sie auffliegen, fallen die breiten Flügel auf. Der Singflug (vorwiegend im April) ist niedriger und kürzer als bei der Feldlerche. Aktiv sind die Haubenlerchen noch im Mai, wenn sie nach dem Scheitern der ersten Brut, was bei diesem Bodenbrüter häufig der Fall ist, einen zweiten Brutversuch starten.
Beste Beobachtungszeit ist der frühe Morgen.
Meldungen über aktuelle Vorkommen 2010 und 2011 ( mit Anzahl und Örtlichkeit sowie Datum) erbeten an Stephan Schäfer, Kreisbeauftragter für Vogelschutz, Ludwigstr. 36, 64625 Bensheim. Tel. 06251/71170
oder an Dirk Bernd, Stellvertr. NABU-Kreisvorsitzender Bergstraße. Tel. 06254/940669.
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Aktiv für den Gartenrotschwanz

Über den Winter zimmerten Aktive im NABU-Kreisverband Bergstraße für unseren Vogel des Jahres 2011, dem Gartenrotschwanz, zahlreiche spezielle Brutkästen. Rechtzeitig vor seiner Ankunft aus dem Winterquartier in Afrika wurden die Brutkästen jetzt an 60 ehemalige Armee-Bunker im EU-Vogelschutzgebiet im Lampertheimer-Viernheimer-Wald aufgehängt. Im lichten Wald um die Bunker herum kommt bereits eine Population des Gartenrotschwanzes vor, die mit der Maßnahme wirkungsvoll unterstützt werden kann.
Der Gartenrotschwanz liebt lichte Wälder, kommt aber auch neben dem deutlich häufigeren und besser bekannten Hausrotschwanz auch in alten Gärten vor. Auch Streuobstwiesen mit einer Vielzahl an Obstsorten und Bäumen in allen Altersklassen sind optimale Lebensräume für den farbenprächtigen Singvogel. Hier findet er reichlich Höhlen, Singwarten und genügend Insekten für seinen Nachwuchs, vorausgesetzt es werden keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt.
04.04.2011/D. Bernd
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Kraniche auf ihrem Heimweg

Vogelzug in vollem Gange. In der Nacht vom 26.02.11 auf den 27.02.11 sind im Odenwald Neunkircher Höhe zahlreiche Kraniche notgelandet.
Auf ihrem Heimweg in die nördöstlich gelegenen Brutgebiete wurden sie durch die naßkalte Witterung ausgebremst und verbrachten die Nacht auf Wiesen und Feldern westlich der Neunkircher Höhe. Unter lautstarken Kontaktrufen landeten sie gegen Mitternacht und traten gegen morgen die Weiterreise wieder an. Auch die ersten Rotmilane beziehen bereits wieder ihre Brutreviere.
27.02.2011/D. Bernd
Erste Amphibien auf Wanderschaft
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Grasfrösche
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Feuersalamander
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Das regnerische Wetter weckte auch die ersten Grasfrösche und Feuersalamander aus ihrem Winterschlaf. Autofahrer sollten nun wieder ab Einbruch der Dämmerung Rücksicht auf wanderende Amphibien nehmen.
27.02.2011/D. Bernd
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Archiv 2010

Vogelkunde: Was zu beachten ist, wenn man den gefiederten Freunden über die Wintermonate helfen möchte
Bei Kälte füttern - aber richtig

Wenn sich im Garten langsam die Blumen zurückziehen und die ersten Frostnächte nahen, packt so mancher Gärtner wieder das Futterhäuschen für die kleinen Piepmätze aus. Ob die Winterfütterung der Wildvögel biologisch tatsächlich sinnvoll ist, wird nach wie vor heftig diskutiert.
Die Gegner vertreten die Ansicht, dass alle bei uns überwinternden Vogelarten an die kalte Jahreszeit angepasst sind. Das Füttern würde an bestimmten Orten ein unnatürlich gehäuftes Auftreten von Vögeln auf engem Raum verursachen. Dadurch erhöhe sich die Gefahr von ansteckenden Krankheiten. Zudem sei erwiesen, dass die Winterfütterung auf das Überleben und auf die Häufigkeit von Vogelarten keinen Einfluss habe.
Ist also die Winterfütterung keine Überlebenshilfe im Winter? "Bei strengem Frost unter minus 5 Grad Celsius und einer geschlossenen Schneedecke kann man ihnen das Leben erleichtern", meint Gerd Will, Lampertheimer NABU-Mitglied und Vogelschutzexperte. In eisigen Nächten brauchen Amsel, Spatz und Rotkehlchen große Mengen Energie, um den Stoffwechsel und die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Sie müssen daher genügend Nahrung aufnehmen, was aufgrund der geringen Anzahl heller Tagesstunden mitunter sehr schwierig ist.
Trockenheit ist wichtig
"Wenn füttern, dann richtig", empfiehlt Will. Das Futter solle trocken bleiben, da es sonst verdirbt. Futterhäuser oder -silos müssen deshalb so gebaut und angebracht sein, dass ihr Futter auch bei starkem Wind nicht von Schnee oder Regen durchnässt werden kann. Körner-Fett-Gemische wie Meisenringe, -glocken und eingenetzte Kugeln haben gegenüber dem Futterhäuschen den Vorteil, dass sie Nahrungsresten keinen Platz bieten und mit Kot verschmutzt werden könnten. "Hygiene ist dabei wichtig, sonst wird mehr Schaden durch verendende, mit Salmonellen infizierten Vögeln, angerichtet, als dass die Fütterung letztendlich etwas nützt", erklärt Will. Bei permanent feuchtem und oft verkotetem Futter sei die Ansteckungsgefahr mit Salmonellen besonders groß.
Auch bei der Futterauswahl in den Häuschen sei es wichtig, artgerecht zu füttern. Heimische Singvögel lassen sich dabei grob in zwei Gruppen unterteilen: Körnerfresser und Weichfresser. Für beide Gruppen gibt es im Handel eigens auf die Bedürfnisse der Vögel abgestimmte Körnermischungen, die einerseits Sämereien mit harter Schale und andererseits weiches Futter wie Beeren oder gequetschte Körner enthalten. Dabei sollte jedoch auf Ambrosia-samenfreie Körner geachtet werden. Ambrosiapollen sind starke Allergene und können Heuschnupfen und Asthma auslösen.
Äpfel sind wertvoll
Auch fettreiches Futter wird von den Gefiederten mancher Arten gern genommen. Besonders wertvoll in der Vogelernährung ist Frischkost, die nach Möglichkeit nicht gefroren sein sollte. "Äpfel machen nicht nur satt, sondern versorgen die Tiere auch mit Nährstoffen und Flüssigkeit", empfiehlt Will. Auch der richtige Standort ist wichtig. Der Futterplatz sollte nie in der Nähe eines Gebüschs eingerichtet werden, da sich darin Katzen verstecken und die Vögel beim Fressen angreifen können.
Einige Naturschützer gehen so weit, dass sie, wie etwa der Heppenheimer Günther Hagemeister, das ganze Jahr Wildvögel mit Futter versorgen. Grund dafür sei der seit Jahren zu beobachtende generelle Rückgang der Vogelpopulation. "Ohne Futter finden die Piepmätze im Stadtbereich nicht viel zum Überleben", bemerkt er. Die Agrarwirtschaft sei für die Insekten und Vögel Niemandsland geworden, die Gärten würden bepflanzt mit nichtheimischen Pflanzen und Sträuchern.
03.12.2010/Südhessen Morgen A. Hartkorn
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Natur: Für das geringere Auftreten der Fledermäuse könnte es viele Gründe geben / Männchen warten in Südhessen auf Weibchen
Weniger Abendsegler am Himmel unterwegs
Lampertheim. Vor acht Jahren flogen sie noch zu Tausenden über das Ried, zierten in großen Schwärmen den Himmel. "Heute hat die Zahl der Abendsegler bei uns deutlich abgenommen", erklärt Dirk Bernd, Artenschutzreferent beim Naturschutzbund (Nabu) Kreis Bergstraße im Gespräch mit dem "Südhessen Morgen".
Das deutlich geringere Auftreten dieser Fledermausart auch rund um Lampertheim, Viernheim und Bürstadt gibt Rätsel auf. "Die Ursachen können vielfältig sein", meint der Experte. Neu aufgestellte Windräder in der Region mit ihrem gewaltigen "Flügelschlag" könnten den Fledermäusen beispielsweise gefährlich werden.
Der Einsatz von Pestiziden ist ein weiterer möglicher Grund, warum die Insektenfresser in Südhessen seltener geworden sind, zudem die modernen wärmegedämmten Häuser, die den Tieren kaum mehr Unterschlupf bieten. Und auch die Klimaveränderung tut ein Übriges.
"Harte Fakten erst 2011"
Dass im vergangenen relativ harten Winter viele Abendsegler kaputt gegangen sein könnten, schließt Bernd nicht aus. Zudem könnte der durchwachsene Frühling diese Population verringert haben.
Die kühle Witterung verzögerte nämlich die Entwicklung von Insekten, so dass möglicherweise die Fledermausmütter oft nicht satt genug wurden, um gesunde Junge zu bekommen. Die dann folgenden warmen Sommertage haben den Tieren allerdings geholfen.
Eine genaue Einschätzung der Lage hält der Nabu-Fachmann noch für verfrüht. "Erst im nächsten Jahr gibt es harte Fakten über die Größe der Fledermaus-Population."
Derzeit sind im Ried nur die männlichen Abendsegler anzutreffen. Dirk Bernd hat in dieser Woche einige der "talentierten Flieger" zum Beispiel im Lorscher-Einhäuser Wald in Nistkästen entdeckt. Natürlicherweise leben die Tiere in Baumhöhlen.
Die Männchen warten auf die Weibchen, um sich mit ihnen hier im Herbst zu paaren. Im Norden und Osten Deutschlands haben die Weibchen, die jeweils nur ein Junges pro Jahr bekommen, in Kolonien ihren Nachwuchs großgezogen. Jetzt im August machen sie sich auf den Weg Richtung Süden.
12.08.2010/Südhessen Morgen
Daniela Hoffmann
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Verhindern Bienen einen zweiten Gifteinsatz?
NABU Hessen: Ministerin macht sich strafbar
Pfungstadt/Wetzlar. Der NABU Hessen fordert Umweltministerin Silke Lautenschläger auf, nach dem Aussetzten der Begiftung des Pfungstädter Waldes in der letzten Woche den geplanten Gifteinsatz nun endgültig abzusagen. „Der vermehrte Ausflug von Wildbienen im Pfungstädter Wald macht einen zweiten Gifteinsatz unmöglich.“, so Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen. Die Genehmigung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) verbiete den Einsatz des äußerst bienengefährlichen Breitbandgiftes, wenn Pflanzen blühen, die von Bienen beflogen werden können. Anders als Anfang Mai, so Eppler, seien um diese Jahreszeit im ganzen Pfungstädter Wald zahlreiche Wildbienen unterwegs.
Für Eppler steht fest: „Falls die Ministerin am Dienstagmorgen über Ihre Behörden die Anordnung zum zweiten Gifteinsatz erteilt, handelt sie rechtswidrig und macht sich strafbar!“ Wildbienen spielen, so der NABU, bei der Bestäubung von Kulturpflanzen eine mindestens so große Rolle wie Honigbienen. Im Pfungstädter Wald fliege ab Mitte Mai mit der Kuckucksbiene sogar eine Wildbienenart aus, die es in ganz Mitteleuropa nur an zwei Orten gebe einer davon sei der Pfungstädter Wald.
„Das Drama um die Begiftung des Pfungstädter Waldes nimmt mittlerweile absurde Formen an“, so Eppler. Während sich die Ministerin öffentlich gegen den Gifteinsatz ausspreche, bereiteten ihr unterstellte und an Ihre Weisungen gebundene Behörden den zweiten Einsatz intensiv vor. Der Hubschrauber dürfe rechtlich nur auf ausdrückliche Anordnung des Umweltministeriums starten. „Reden und Handeln der Ministerin passen hier nicht mehr zusammen“, betont Eppler. „Wenn Lautenschläger den Gifteinsatz wirklich nicht will, kann sie als Chefin der Naturschutzverwaltung das Verfahren problemlos an sich ziehen und neu bewerten“. Lasse sie den zweiten Gifteinsatz anordnen, mache sie sich nicht nur strafbar, sondern auch noch zutiefst unglaubwürdig.
24.05.2010
Berthold Langenhorst
Dipl.-Biologe
Pressesprecher
Telefon: 06441-67904-17
Mobil: 0175-8374955
Fax: 06441-67904-29
E-Mail: Presse@NABU-Hessen.de
Web: www.NABU-Hessen.de
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Kein weiterer Gifteinsatz in Pfungstadt
NABU Hessen begrüßt Aussetzen der Maikäfer-Bekämpfung
Wetzlar/Pfungstadt. Der Naturschutzbund NABU Hessen begrüßt das Aussetzen des Gifteinsatzes zur Maikäfer-Bekämpfung im Pfungstädter Wald in dieser Woche. "Wir freuen uns, dass das Umweltministerium dem vom Bürgermeister Baier für heute angekündigten Gifteinsatz eine klare Absage erteilt hat", so Hartmut Mai, Landesgeschäftsführer des NABU Hessen. Dies sei ein wichtiges Signal in Richtung Abbruch der Mensch und Umwelt gefährdenden Begiftung des Pfungstädter Waldes. Es sei der Öffentlichkeit auch nicht zu vermitteln, den Gifteinsatz erst im Staatswald zu verbieten und ihn anschließend für einen Kommunalwald anzuordnen.
Die Genehmigung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) sieht vor, dass ein Gifteinsatz nur nach vorheriger Anordnung der zuständigen Landesbehörde erfolgen darf. Da sich die Umweltministerin deutlich gegen einen zweiten Gifteinsatz in Pfungstadt ausgesprochen habe, so Mai, sei es nur konsequent, den Worten nun auch klare Taten folgen zu lassen. Der NABU Hessen geht davon aus, dass die Maikäfer-Bekämpfung mit dem Breitbandgift "Dimethoat", das wahllos alle Insekten tötet, in den nächsten Tagen endgültig abgesagt wird.
Der NABU Hessen hatte aufgedeckt, dass der erste Gifteinsatz schlampig durchgeführt worden war. So waren beim ersten Hubschraubereinsatz am 3. Mai Bereiche mit geschützten Arten begiftet worden, die die Naturschutzbehörde eigentlich als Tabuzonen ausgewiesen hatte. Auch lagen die Windmessungen bei der Wetterstation im wenige Kilometer entfernten Riedstadt-Goddelau während des Hubschraubereinsatzes deutlich über den erlaubten fünf Metern pro Sekunde. Windböen von bis zu 13 m/s hatten das Gift weit verdriftet.
Für Rückfragen: Hartmut Mai, Tel.: 0171-2025456
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Strafanzeige gegen Pfungstädter Bürgermeister
NABU-Landesgeschäftsführer schaltet Staatsanwalt wegen Gifteinsatz ein
Wetzlar / Darmstadt. Der NABU-Landesgeschäftsführer Hartmut Mai hat heute
Strafanzeige gegen den Bürgermeister der Stadt Pfungstadt, Horst Baier, und
weitere Verantwortliche in den Regierungspräsidien wegen Bodenverunreinigung
(§ 342a STGB) und eventueller Körperverletzung beim nicht der Zulassung
entsprechenden Einsatz des Nervengiftes Dimethoat gestellt. "Die Behörden
sind schlampig mit den Auflagen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit (BVL) umgegangen und haben zahlreiche Auflagen nicht
ausreichend beachtet", so Mai. Sie hätten damit die Gesundheit der
Pfungstädter Bevölkerung in Gefahr gebracht.
So habe sich die Stadt erst auf massiven Protest von Umweltschützern hin
ernsthaft mit den Auflagen beschäftigt und bis heute die Bevölkerung nur
unzureichend über die Gefahren beim Verzehr von Kräutern, Beeren und Pilzen
hingewiesen. "Sich einfach vor die Kamera zu stellen und zu sagen: ,Ich habe
diese Punkte vorher so nicht gelesen', wie es Bürgermeister Horst Baier
getan habe, sei angesichts des ersten großflächigen Einsatzes eines
Breitbandgiftes nach dem DDT-Einsatz in den 50iger Jahren in Hessen ein
unverantwortbares Verhalten. Mittlerweile habe ihm das Regierungspräsidium
Darmstadt deswegen schon eine Rüge erteilt.
Auch artenschutzrechtliche Bestimmungen seien, so Mai, nicht genügend
berücksichtigt worden. So seien mit dem Gifteinsatz zahlreiche gefährdete
und geschützte Insektenarten geschädigt und getötet worden. Das
Breitbandgift töte wahllos alle Insekten. Durch die Windverdriftung des
Giftes hätten die vorgeschriebenen Schutzzonen zu Gewässern nicht
eingehalten werden können. Dimethoat sei ein äußerst wassergefährdendes
Umweltgift. In den Auflagen des BVL werde ausdrücklich auf die
Gefährlichkeit für Wasserorganismen hingewiesen.
Für Mai steht fest: Die grob fahrlässige Umsetzung des Gifteinsatzes im
Pfungstädter Wald müsse Konsequenzen haben. "Wer verwaltungsrechtliche
Pflichten beim Umgang mit gefährlichen Stoffen verletzt, muss dafür zur
Verantwortung gezogen werden. Dies soll der Staatsanwalt nun prüfen."
Für Rückfragen:
Hartmut Mai, Tel.: 0171-2025456
_____________________________________________
Berthold Langenhorst
Dipl.-Biologe
Referent für Umweltkommunikation
Telefon: 06441-67904-17
Fax: 06441-67904-29
E-Mail: Presse@NABU-Hessen.de
Web: www.NABU-Hessen.de

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Giftspritze gegen Maikäfer in Pfungstadt?
Maikäfer-Ausflug ist natürliches Phänomen
NABU Hessen mahnt mehr Geduld im Umgang mit der Natur an
Pfungstadt/Wetzlar. Der NABU Hessen zeigt sich erstaunt darüber, dass die geplante Maikäferbegiftung in Pfungstadt noch nicht abgesagt wurde. "Die hessische Umweltministerin Lautenschläger hat einen Gifteinsatz für den Staatswald aus Naturschutzgründen abgelehnt - im Pfungstädter Kommunalwald müssten eigentlich die gleichen Argumente greifen", so Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen. Der vierjährige Maikäferausflug sei ein natürliches Phänomen, das man nicht mit Gewalt bekämpfen sollte. "Es ist ein Fehler, gegen die Rhythmen der Natur zu arbeiten", so Eppler, "auf drei Prozent der Waldfläche des Hessischen Rieds bringt das auch nichts."
Der Biologe Eppler fordert das für die Genehmigung eines Gifteinsatzes zuständige Regierungspräsidium Gießen auf, die Begiftung des Pfungstädter Waldes zu untersagen. "Wenn wir die zukunftsfähige Idee einer nachhaltige Entwicklung ernst nehmen, müssen wir den langfristigen Rhythmen in der Natur Rechnung tragen", erklärt Eppler. Der Waldmaikäfer zeige alle drei bis vier Jahre ein Massenauftreten, um sich erfolgreich vermehren zu können. Nach 30 bis 40 Jahren breche die gesamte Population in einem Gebiet zusammen. "Jetzt im 28. Jahr des langjährigen Zyklus sollten wir mehr Geduld aufbringen und nicht mit der chemischen Keule herumhantieren", so Eppler.
Für den Wald seien die Jahre nach dem vollständigen Zusammenbruch der Maikäferbestände die beste Zeit für eine erfolgreiche Naturverjüngung. Bei einer Vergiftung der Maikäfer würden die natürlichen Rhythmen außer Kraft gesetzt und die Maikäferdichte bleibe langfristig auf einem zu hohen Niveau. Auf diese Weise führe ein Gifteinsatz dazu, die durch die Grundwasserabsenkung verursachten Probleme der Riedwälder zu verstärken. "Langfristig verschlechtert der Gifteinsatz die Lage der Bäume also", ist sich Eppler sicher, "der Wald leidet weiter".
Ein aktueller Bericht über die letztjährigen Engerlingsdichten im Waldboden zeige, dass es auch im vierjährigen Rhythmus der Maikäfer-Larven Regulationsmechanismen gebe. So sei die durchschnittliche Engerlingsdichte laut einem aktuellen Bericht für den Umweltausschuss des hessischen Landtages von 2008 auf 2009 im Bereich des Forstamts Lampertheim von 13 auf 5 pro Quadratmeter gesunken. In Groß-Gerau ließ sich eine Verringerung von 5 auf 1 und in Darmstadt von 13 auf 11 feststellen. "Wer mit Extremwerten einzelner Grabungen und Zahlen aus 2008 unnötig Ängste schürt, verlässt das Feld sachlicher Argumentation", zeigt sich Eppler verärgert. Die Abnahme der Engerlinge vom frühen zum späten Larvenstadium sei ein weiteres Anzeichen dafür, dass es keine unendliche Vermehrung der Maikäfer gebe.
"Wir sollen das Ausfliegen der Maikäfer als das sehen, was es ist: Ein alle vier Jahre stattfindendes Naturschauspiel, das es in Hessen nur im Ried gibt. Es dauert nur zwei bis drei Wochen und lockt zahlreiche andere Tiere an, die sich von Maikäfern ernähren", so Eppler. Manche Fledermausarten flögen hunderte Kilometer weit, um sich Anfang Mai einen Festschmaus im Hessischen Ried zu gönnen.
Bei Rückfragen: Mark Harthun, Naturschutzreferent, Tel.: 06441-67904-16
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Kleine Wanderer im Mittelpunkt
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Amphibien standen beim Tag der offenen Tür in der Sandgrube Feuerstein (Lampertheim) im Mittelpunkt.
Foto: AfP Asel |
30.03.2010 - LAMPERTHEIM
Von Benjamin Joneleit
NATURSCHUTZ Tag der offenen Tür in der Sandgrube Feuerstein / NABU informiert über Amphibien
Tausende von Amphibien wandern zurzeit zu ihren Laichplätzen, was der NABU am Sonntag genutzt hat, um den Lampertheimern das Biotop Sandgrube Feuerstein näher vorzustellen: ein kleiner Hort zwischen Straße und Feldern, in dem zahlreiche Pflanzen und Tiere geschützt leben. Genau hier geben viele Amphibien ihre Eier in einen Weiher ab. Frösche, Kröten und Molche standen dann auch im Mittelpunkt dieses Tags der offenen Tür, und besonders begeisterten sie die Kinder.
Die Amphibienwanderung bot eine gute Gelegenheit, die Tiere aus nächster Nähe kennenzulernen. Vom auf der anderen Straßenseite gelegenen Wald aus suchen sie den Weiher auf. Damit sie nicht dem Verkehr zum Opfer fallen, haben die Mitglieder des NABU am Waldrand entlang der Straße Zäune gebaut. Stoßen die Tiere auf ihrem Weg dagegen, weichen sie nach links oder nach rechts aus und fallen irgendwann in einen eingegrabenen Eimer. Zweimal am Tag bringen die Tierschützer die Amphibien dann in die Sandgrube, und für den Tag der offenen Tür hatten sie einigen der Reisenden eine kleine Pause verordnet.
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| Kreuzkrötenpaar am Amphibienschutzzaun (Foto: A. Hartkorn) |
NABU-Amphibienexperte Gerd Will stellte den rund zwei Dutzend Kindern und Erwachsenen einzelne Exemplare vor und informierte über ihr Verhalten zur Laichzeit. Ganz früh, schon Anfang Februar, laicht der Grasfrosch, was bei niedrigen Temperaturen dazu führen kann, dass die Eier nicht überleben. Erst recht spät kommen dagegen zum Beispiel die Kreuzkröten, bislang wurde erst eine gezählt. "Es ist einfach noch zu kalt nachts", erklärte Will. Viele kleine Amphibien krabbelten über viele kleine Hände, als Will die Tiere an die Kinder weiterreichte. Das Ablaichen sei das Erste, was die Tiere nach den Wintermonaten machen, so Will, erst danach gehen sie auf Nahrungssuche. Dazu verlassen sie die Sandgrube wieder und schwärmen auf die angrenzenden Felder aus. Weit über 3000 Tiere hätten die NABU-Mitglieder letztes Jahr über die Straße gebracht, berichtete Will, und in diesem Jahr seien es bislang schon etwa 2000 gewesen.
Nachdem die Amphibien wieder in ihrem Unterschlupf waren, führte Andrea Hartkorn, Erste Vorsitzende der Lampertheimer NABU-Ortsgruppe, die Besucher über das Gelände der Grube und um den Weiher herum. Auf dem sandreichen Untergrund (in der Grube Feuerstein wurde Sand abgebaut, bevor das Gelände an den NABU übertragen wurde) wachsen viele an diesen Boden besonders angepasste Pflanzen, ab dem Frühsommer könne man außerdem viele Insekten hier beobachten. Für die Bewohner der Grube wurden kleine Rückzugsgebiete geschaffen. Auf einer Ziegelmauer können sich Reptilien im Sommer wärmen; aufgeschichtete Holzstämme bieten kleinen Säugetieren wie Igel und Maus Unterschlupf. "Viele Leute haben ein Problem mit solchen Haufen und sagen, das sieht ein wenig schmuddelig aus, aber man tut den Tieren damit einen großen Gefallen", erklärte Hartkorn. Einige Leute sagten, dass sie von der Sandgrube Feuerstein noch nichts gesehen hätten, wie die Erste Vorsitzende berichtete. Der Tag der offenen Tür bietet daher die Möglichkeit, den Menschen das Tier- und Pflanzenleben in ihrer Umgebung etwas näherzubringen. Das entspricht einem Anliegen der Naturschützer, denn: "Nur das, was man kennt, schützt man letztendlich auch", hob Hartkorn hervor.
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Zeichen setzen für Wolfsschutz
Liebe Naturfreunde,
wie bekannt, wird ja gerade in Sachsen viel über die Kürzungen, mehr als 11 Mio. Euro im Sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft, davon allein 2 Mio. Euro im Naturschutzbereich, diskutiert. Eine Pressemitteilung vom NABU LV Sachsen kann man dazu unter www.nabu-sachsen.de finden.
Nun wurde auch die finanzielle Unterstützung für den Wolfsschutz durch die Landräte des Landkreises Görlitz und Bautzen in Frage gestellt.
Unter www.alles-lausitz.de läuft gerade, für eine Woche, eine Umfrage dazu.
Vielleicht schaut Ihr ja mal da rein und entscheidet Euch zur Teilnahme. Auch wenn es nur eine Umfrage von 2 kleinen regionalen Zeitungen ist, sollten wir das nicht unbeachtet lassen.
Vielleicht gelingt es uns ja, ein starkes Zeichen, nicht nur für den Wolfsschutz, sondern für den ganzen Naturschutz zu setzen und damit für eine Überraschung zu sorgen.
Mit freundlichen Grüßen,
Werner Klauke
Vorsitzender der NABU-Fachgruppe Ornithologie Niesky in der Oberlausitz (Sachsen)
März 2010
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Fledermäuse auf der Suche nach geeignetem Winterquartier
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Geschwächte Zwergfledermaus klammert sich an
Holzscheit im Schnee
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Bei strenger Kälte erwachen viele Fledermäuse und suchen sich das nächstbeste wärmere Winterquartier, um nicht zu erfrieren - zur Not eben auch mal eine Wohnung
Zahlreiche Fledermäuse befinden sich momentan auf der Suche nach einem wärmeren Winterquartier, so Andrea Hartkorn und Dirk Bernd vom NABU-Kreisverband Bergstraße. So gingen bei den Naturschützern in den letzten Tagen viele Meldungen von besorgten Bürgern ein, die in ihrer Wohnung eine oder gleich mehrere geschwächte Flattermänner vorfanden. Durch den starken Kälteeinbruch mit Nachttemperaturen von unter -15°C kommt es häufig zu winterflüchtenden Fledermäusen.
Fledermäuse fressen sich im Herbst Speckpolster an, von denen sie dann bis in den April zehren. Im Herbst suchen Zwergfledermäuse, unsere häufigste Fledermausart, Winterquartiere gerne in Spalten an der Hausfassade oder in Mauerhohlräumen von Rohbauten. Bei starkem Frost wird es den Tieren aber dann zu ungemütlich. Auf der Suche nach wärmeren Quartieren, die sich meist am selben Gebäude befinden, gelangen sie dabei oft in unsere beheizten Wohnräume, so Hartkorn weiter. Da Fledermäuse aber kühle Temperaturen brauchen, aber im Winter keine Insekten finden, müssen sie bald ein geeignetes Quartier finden, sonst verlieren sie zuviel von ihren wichtigen Fettreserven.
Während im Odenwald hauptsächlich Zwergfledermäuse in Wohnungen einfliegen, sind es im Ried häufig Rauhautfledermäuse oder die seltene Zweifarbfledermaus, so Bernd. Beide kommen aus dem nordosteuropäischen Raum und überwintern bei uns gerne in Brennholzstapeln oder im Zwischendach von Gebäuden.
Bei Fledermausfunden melden Sie sich bitte unter dem Infotelefon 06254/ 940 669
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Erfolg für den Naturschutz
Naturschutz / Kein Gift gegen Maikäfer / Ministerinnen-Entscheid
Bunte Artenvielfalt bleibt im Riedwald erhalten
NABU Hessen begrüßt Ministerinnen-Entscheid gegen Gifteinsatz
Wiesbaden/Bensheim. Der NABU Hessen begrüßt die Entscheidung der hessischen Umweltministerin Silke Lautenschläger, den geplanten Gifteinsatz in den Wäldern des hessischen Rieds abzusagen. „Wir freuen uns, dass sich die Ministerin gegen das Gift und für einen nachhaltigen Umgang mit dem Wald entschieden hat“, fasste Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen, die Position des größten hessischen Naturschutzverbandes zusammen.
Der Landesbetrieb Hessen-Forst hatte geplant, Ende April auf mehreren Tausend Hektar Wald per Hubschrauber das Gift „Dimethoat“ auszubringen. Der Biologe Eppler betonte, dass die Entscheidung gegen das Breitbandgift ein hoffnungsvolles Signal für das internationale Jahr der biologischen Vielfalt 2010 sei. Die Artenvielfalt der zu großen Teilen europaweit geschützten Wälder sei ein wertvolles Naturerbe und müsse für die Menschen bewahrt werden. Vor allem die alten Eichen- und Buchenwälder seien „Hotspots der Artenvielfalt“, in denen allein über 900 verschiedene und seltene Käferarten lebten. Als Beispiele nannte Eppler Hirsch- und Heldbockkäfer. Die Entscheidung der Ministerin bezeichnete der NABU als „mutigen Schritt, nicht den leichtesten Weg zu gehen“.
Der Beschluss gegen das Giftsprühen bestätige auch den Einsatz vieler Bürger für einen giftfreien Wald. Mehr als 1600 Menschen hätten Briefe mit der eindringlichen Bitte an die Ministerin geschrieben, den Gifteinsatz abzusagen. Die Menschen könnten nun auch im nächsten Frühling angstfrei im Wald spazieren gehen, mit Kindern die Natur erleben und die Artenvielfalt erkunden. In den Wäldern leben echte Raritäten, wie der schöne Wiedehopf und der „Ziegenmelker“ eine faszinierende und seltene Nachtschwalbe.
Nach der Entscheidung gegen den Gifteinsatz komme es nun darauf an, wirkungsvolle Schritte für eine nachhaltige Sicherung und Entwicklung der durch Grundwasserabsenkung, Luftschadstoffe und Klimawandel geschwächten Wälder des Hessischen Rieds in Angriff zu nehmen. Es gebe viele Möglichkeiten, dem Wald zu helfen, so der NABU. „Unsere Zukunftsvision für die Wälder des Rieds lässt sich in fünf Punkten zusammenfassen“, so Eppler. Die Wälder des Rieds müssten vorrangig der Erholung sowie dem Wasser-, Boden- und Naturschutz dienen, nicht der Holzernte. Die Waldbewirtschaftung müsse an die aktuellen standörtlichen Bedingungen und den fortschreitenden Klimawandel angepasst werden. Mehrere Waldschutzgebiete sollten eingerichtet werden, in denen erforscht werden kann, wie sich die Riedwälder ohne Nutzung entwickeln. Die Artenvielfalt in den Wäldern des Hessischen Rieds müsse erhalten und gefördert werden. Und alle Möglichkeiten zur Erhöhung des Grundwasserstands in den Wäldern des Hessischen Rieds sollten genutzt werden.
Der NABU Hessen sei bereit, als Partner an der Realisierung eines nachhaltigen Zukunftskonzeptes für die Wälder des hessischen Rieds konstruktiv mitzuarbeiten, so Eppler. Mehr Hintergründe unter www.NABU-Hessen.de
Weitere Informationen
Hartmut Mai
Landesgeschäftsführer NABU Hessen
Tel.: 0171-2025456
E-Mail: Hartmut.Mai@NABU-Hessen.de
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Naturschutzbund: Kampf gegen Engerlinge bereitet Sorgen
Kein Verständnis für Gifteinsatz
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Viernheim. Gekleidet in weiße Schutzanzüge, mit Atemmaske und Überschuhen stellte sich der Naturschutzbund des Kreises Bergstraße am Samstagvormittag in der Fußgängerzone auf. Noch ist das Maikäfergift, gegen das die Naturschützer demonstrierten, nicht versprüht. Wenn es nach der Hessischen Landesregierung und Hessen-Forst geht, wird sich das aber im April und Mai des kommenden Jahres ändern. Dann soll das Nervengift Perfekthion über dem Waldgebiet zwischen Viernheim und Frankfurt per Hubschrauber verteilt werden und der Maikäferüberpopulation zu Leibe rücken. In den Augen des Naturschutzbundes ist diese Maßnahme jedoch nutzlos und obendrein gefährlich. "Es wird viele Kollateralschäden in der Tierwelt geben", sagte Dirk Bernd, stellvertretender Vorsitzender des Naturschutzbundes Kreis Bergstraße. Das großzügig versprühte Gift lege sich auf alle Pflanzen und werde darum nicht nur von Maikäfern, sondern auch von allen anderen Tieren aufgenommen. Sie alle sterben durch das Gift einen qualvollen Tod. "Perfekthion ist vergleichbar mit Agent Orange aus dem Vietnamkrieg", sagte Bernd. Für Menschen wäre das behandelte Waldgebiet 30 Tage nicht zugänglich, da das Gift Krankheiten, Allergien oder Krebs auslösen könnte. Der Nabu warnt davor, dass es durch Winddrift auch das Stadtgebiet erreichen könnte.
"Letztendlich nützt das Gift nichts", sagte Bernd. Normalerweise wachse eine Maikäferpopulation rund 40 Jahre lang und breche dann von alleine zusammen. Durch Einsetzen des Mittels werde die Population aber immer unterhalb dieser Marke gehalten und bleibe damit immer gleich groß. "Auch das Gift, das vor vier Jahren eingesetzt wurde, hat nichts gebracht", sagte Bernd. Anstatt die Maikäferplage mit Perfekthion zu bekämpfen, solle besser dafür gesorgt werden, dass Pflanzen, wie die bei Maikäfern besonders beliebte Roteiche, weniger exzessiv angebaut würden als bisher. Zudem sei der durch zu viele in den 60er Jahren gebaute Wasserwerke gesunkene Grundwasserspiegel schuld an der gewachsenen Population. An ihrem Infostand rief der Nabu daher zur Beschwerde bei Umweltministerin Silke Lautenschläger auf. Der Nabu gibt sich kämpferisch: "Wir werden diesen Umweltskandal verhindern", sagte Bernd. Eine Entscheidung soll im Oktober fallen. mie
Südhessen Morgen
14. September 2009
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NABU lehnt Gifteinsatz gegen Maikäfer ab

Maikäfer: NABU warnt vor chemischer Bekämpfung und schlägt alternative Methoden vor / "Kein Gift in Hessens Wäldern"
Umweltschützer rechnen mit tödlichen Folgen
Lampertheim. Vor einer Generation zählte der Maikäfer schon fast zu den ausgestorbenen Tierarten, doch mittlerweile hat er sich wieder derart vermehrt, dass die hessische Landesregierung sich gezwungen sieht, mit harten Methoden durchzugreifen: Ein chemisches Schädlingsbekämpfungsmittel namens "Perfekthion" soll der Maikäferpopulation Einhalt gebieten ("SM" vom 14. August).
Doch für Umweltschützer ist dies ein Schritt in die falsche Richtung. Um auf diese - in ihren Augen - Fehlentscheidung hinzuweisen, haben sich gestern Umweltaktivisten unter der Regie des Naturschutzbundes (NABU) im Lampertheimer Wald versammelt. Andrea Hartkorn, Erste Vorsitzende der NABU-Gruppe Lampertheim, erklärte: "Wir wollen heute publikumswirksam darauf aufmerksam machen, welche Folgen diese Art der Schädlingsbekämpfung haben kann und zugleich, dass es auch noch andere, bessere Methoden gibt."
Dirk Bernd, stellvertretender Vorsitzender des NABU Kreis Bergstraße, der außerdem beruflich biodynamisch-energetische Medizin praktiziert, berichtete, dass "Perfekthion" im kommenden Frühjahr gleich zweimal eingesetzt werden soll. "Es ist ein Breitband-Pestizid, das nicht nur Maikäfern, sondern auch vielen weiteren Insektenarten den Garaus macht." Sogar für den Menschen drohe unmittelbare Gefahr, warnte Bernd, denn der Stoff wirke vermutlich krebserregend.
Gefahr für Vögel und Fledermäuse
Ein weiterer Nachteil sei, dass die abgetöteten Maikäfer von Fledermäusen oder Vögeln gefressen werden, ergänzte Gerd Will, zweiter Vorsitzendes des NABU Lampertheim. "Da der Pestizid-Einsatz für April beziehungsweise Mai geplant ist, in der Hauptbrutzeit dieser Tiere, sind die Folgen für den Nachwuchs, der mit vergifteten Käfern gefüttert wird, aller Wahrscheinlichkeit nach tödlich."
Doch zugleich legen die Natur- und Umweltschützer Wert auf konstruktive Kritik. Der Naturschutzbund hat schon eine eigene Lösung ausgearbeitet: die Anhebung des Grundwassers. Durch diese Maßnahme könne der Wald sich selbst regenerieren, die lichten Stellen, die von den Maikäfern bevorzugt würden, wieder schließen.
Und so hoffen die Naturschützer, dass die hessische Regierung ein Einsehen hat und ihr Wort hält, das der ehemalige Umweltminister Wilhelm Dietzel ihnen gegeben habe: "Kein Gift in Hessens Wäldern!"
Südhessen Morgen/Ja
27. August 2009
siehe auch Pressemitteilung NABU Landesverband Hessen v. August 2009 > PM NABU Hessen
Insektizid Perfekthion:
Ein in den 40-er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickeltes Gift aus der Gruppe der Organophosphate bzw. organischen Phosphorsäure-Ester, zu dieser Gruppe gehört auch das bekannte Gift E 605 oder auch die im ersten Weltkrieg eingesetzten Nervengase.
Es wird unter Handelsnamen wie Perfekthion oder Danadine hauptsächlich in der Landwirtschaft eingesetzt, hier mit deutlich höheren Konzentrationen als bei der Maikäferbekämpfung im Wald .
Dimethoat ist ein systemisches Kontakt- und Fraßgift. Die Wirkung beruht auf einer Hemmung des Enzyms Cholinesterase im Nervensystem. Dieses Enzym baut den Nervenbotenstoff Acetylcholin "nach Gebrauch" wieder ab. Geschieht das nicht, gerät das Nervensystem durcheinander. Es kommt zu Zuckungen und Krämpfen, dann dem Tod. Prinzipiell ist die Wirkungsweise bei Insekten, Spinnentieren und Warmblütlern gleich, allerdings ist die tödliche Wirkung bei Säugetieren - also auch dem Menschen - durch eine schnellere Entgiftung nicht so hoch.
Bei Fischen und deren Nährtieren ist die Giftwirkung hoch, bei Amphibien und Reptilien sehr wahrscheinlich. Wirkungen auf (auch Jung-) Vögel sind zweifelhaft, können mangels ausreichender Datenbasis aber nicht ausgeschlossen werden. Die Wirkung auf Fledermäuse dürfte beträchtlich sein, insbesondere auf die Bechsteinfledermaus und ähnliche Arten, die auch Nahrung vom Boden aufnehmen, also auch die sterbenden bzw. toten Maikäfer. Drei Wirkungspfade: Die Aufnahme kontaminierter Nahrung, kurzfristige Nahrungsengpässe, Kontaktwirkung des Insektizids durch Aufnahme über die zarten Flughäute. Besonders gefährdet sind die Jungtiere, beispielsweise durch erhöhte Neigung der Muttertiere zu Aborten und die Aufnahme vergifteter Milch.
Quelle: Hardtwaldfreunde Karlsruhe
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Gottesanbeterin kehrt zurück
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Naturschutzbund: 100 Jahre alte Weinberghütte wurde saniert / Am Sonntag Einweihungsfeier
Heppenheim. Der Naturschutzbund Heppenheim und der Kreisverband (Nabu) laden für Sonntag (6.) ab 10 Uhr zur Einweihung der restaurierten Weinberghütte auf den Grundstücken des Nabu am neuen Panoramaweg des Heppenheimer Schlossberges ein.
Mit Produkten aus der Schlossbergsteillage wollen die Naturschützer den vorläufigen Höhepunkt ihre Schutzbemühungen zur Erhaltung des einmaligen Landschaftsbildes und der Wärme liebenden Tier- und Pflanzenwelt feiern.
Der Nabu hat zu diesem Zweck brachliegende Weinberge aufgekauft, entbuscht und verfallene oder beschädigte Trockenmauern aufwendig saniert. Die Umgestaltungen wurden von der Natur angenommen und die Naturschützer durch das Wiedererscheinen zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten belohnt. So konnten Zaunammer, Bienenfresser, seltene Orchideenarten, Gottesanbeterin und weitere Seltenheiten aus der Insektenwelt bereits nach kurzer Zeit beobachtet werden.
Bei der Entbuschung eines ehemaligen stark terrassierten Steillagenweinberges kamen zahlreiche alte Trockenmauern und eine stark zerfallene, aber einmalig schöne Wingertshütte zum Vorschein. Die Trockenmauern wurden in mühevoller Arbeit restauriert oder neu errichtet, das Häuschen notdürftig stabilisiert.
Kulturhistorisches Kleinod
Eigene Bemühungen die Hütte zu restaurieren, zeigten den Naturschützern allerdings schnell ihre Grenzen auf. In einem Heppenheimer Holzbau-Betrieb fand man einen Partner, der die Bedeutung der Hütte für das Landschaftsbild und als kulturhistorisches Kleinod erkannte und die Aufgabe der Restaurierung zur Zufriedenheit der Naturschützer bewältigte.
Beim gemeinsamen Abbau der Ruine fand man in einem Balken das Erbauungsjahr 1911 eingeschlagen und erkannte, dass sich die Sanierung der fast hundertjährigen Fachwerkhütte aufwendiger gestalten würde als erwartet. Der Zahn der Zeit hatte all zu sehr an der Konstruktion genagt.
Nach der Restaurierung in der Werkhalle der Fachfirma wurde die Hütte mittels eines Autokrans auf das inzwischen gefertigte Fundament gestellt, wo sie als Schutzhütte für Wanderer und die zahlreichen Touristen auf Heppenheims schönstem Wanderweg, sowie als Informationspunkt und Zeugnis vergangener Weinbergsarbeit mindestens weitere 100 Jahre stehen soll.
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Auch eine Gottesanbeterin war die Attraktion an der
neuen NABU-Kohlhütte
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Eine Sitzbank vor der Hütte, mit schönem Blick auf die Altstadt, und zwei Infotafeln, auf denen der Nabu die Tier- und Pflanzenwelt der steilen Weinbergslagen präsentiert, runden den Ruheplatz am Kanonenweg ab.
Bei den Arbeiten an der Hütte, den Trockenmauern und den Grundstücken bekamen die Nabu-Aktivisten viel Zustimmung und Anerkennung durch die Bevölkerung. Auch freuen sie sich über Unterstützung durch das Amt für Bodenmanagement, das die Flurneuordnung am Schlossberg stemmt, dem Grundstücksnachbarn, der Bergsträßer Winzer eG, Winzer und Handwerker, die mit Rat und Tat und auch finanziell die Arbeit unterstützten.
Aus Dank hierfür lädt der Nabu zur Eröffnungsfeier ein. Parkmöglichkeiten für Besucher sind am Eingang des Kanonenweges am Gräff-Tempel oder auf dem Parkplatz an der Sternwarte, von wo aus man in wenigen Gehminuten den Nabu-Weinberg erreichen kann. zg
Bergsträßer Anzeiger
2. September 2009
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Amphibienwanderungen haben begonnen!
In der Nacht von Freitag, 27.02. auf Samstag, 28.02. begann im Odenwald (Kolmbach Höhe 450m) die Amphibien(Molch)wanderung.
Freitag Abend waren - obwohl zum Teil noch 10 cm Schnee lag und sich fast eine geschlossener Eisdecke befand, der erste Kammmolch sowie vier Teichmolche und ein Bergmolch "angewandert".
Meldung: Dirk Bernd
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Archiv 2008

Apfelfest in Biblis
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Es war das 9. Apfelfest, das der Bibliser NABU am 27. September mit starker Mithilfe seiner jüngeren Mitglieder organisiert hatte.
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Die beiden Kindergärten Pusteblume und Sonnenschein waren wie immer dabei mit Schminken, Taschen bemalen, Herbarium u.a.
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Imker Hillebrand aus Bensheim hatte ein Bienenvolk dabei und war stets umlagert von vielen Kindern und Erwachsenen.
Rolf Wolter (NABU Biblis) hatte eine Ausstellung von Äpfeln (alte und neue Sorten) sowie eine Pflanzenausstellung von unseren Wiesen aufgebaut. Das Interesse war sehr groß und es gab sehr viele Aha-Effekte.
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Natürlich wurden auch Äpfel gekeltert. Es wurden ca. 180 Liter Saft verkauft.
Für die Kinder gab es ein nicht ganz ernstes Apfelrätsel rund um die Streuobstwiese. Beispiel: Was ist ein Nelkenschwindling? Ein Lügner? Eine Blume? Ein Pilz?
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Außerdem fuhr ein Oldtimer -Traktor mit den Kindern in die Landschaft.
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Der Besuch war überwältigend. Das Wetter war ja auch absolute Spitze! |
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Gottesanbeterin und Mauereidechsen
Wärmeliebende Tierwelt am Schlossberg in Heppenheim
>Bilder der Exkursion

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> siehe auch Bericht hr-online <
Am 24. August 2008 von 10:00 bis 18:00 Uhr findet im neuen Gewerbegebiet Daubhard in Lorsch der ICE-Aktionstag statt.
Mit Führungen und Präsentationen, Essen und Trinken, Musik und Unterhaltung erwartet Sie ein buntes und informatives Programm rund um die Planungen der Deutsche Bahn AG entlang der Bergstraße und durch das Ried.
Der NABU informiert dabei
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- über die ökologischen Auswirkungen einer oberirdischen
ICE-Trassenführung auf Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten,
- über die Konsequenzen nach europäischem Naturschutzrecht
- und über die Vorteile einer alternativen Trassenführung im
bergmännischen Tunnel.
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Unsere Meinung zur ICE-Neubaustrecke ist klar:
Der NABU ist FÜR einen Ausbau des ICE-Netzes als umweltfreundliches Verkehrsmittel.
Der NABU ist aber GEGEN eine ökologisch bedenkliche Trassenführung - auf dem Rücken einer bereits stark belasteten Region, ihrer Natur und ihrer Menschen.
Gemeinsam mit dem Landkreis Bergstraße, den Anliegerkommunen und der BI Mensch vor Verkehr setzt sich der NABU daher für eine Tunnellösung mindestens zwischen Bensheim-Langwaden und dem Süden der Stadt Lorsch ein.
Viele negative Auswirkungen auf Mensch und Natur können dadurch vermieden werden.
Gemeinsam laden die genannten Akteure die Bevölkerung zum Aktionstag ein.
Informieren Sie sich und Unterstützen Sie unsere Forderung nach einer umwelt-, natur- und menschenverträglichen Tunnelvariante.
Eine Machbarkeitsstudie beweist: Sie ist machbar und finanzierbar.
Am Tunnel führt kein Weg vorbei!
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Walker gesichtet!

Es handelt sich hierbei nicht um den Laufstil gesundheitsorientierter Menschen - sondern um den Verwandten des heimischen Maikäfers ...
mehr hierzu siehe Bericht.

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Schmetterlingsfest
am Naturschutzzentrum Bergstraße
der NABU Kreisverband Bergstraße und das Naturschutzzentrum Bergstraße veranstalteten am 14. Juni ein Schmetterlingsfest für die ganze Familie.
Ort der Veranstaltung war das Naturschutzzentrum an der Erlache (Bensheim). Neben vielen Informationen über Schmetterlinge und deren Schutz, gab es auch ein Kinderschminkangebot sowie Bastel- und Malstände für die Kleinen.
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Auszeichnung mit der Plakette
"Lebensraum Kirchturm"
Evangelische Kirchengemeinde in Wald-Michelbach schafft
Nistmöglichkeiten für Turmfalken

Waldmichelbach. Im Turm der evangelischen Kirche in Wald-Michelbach nistet alljährlich ein Turmfalkenpaar, dessen Jungenaufzucht seit Jahren von Helfern begleitet wird. Es wurde ein Schutzgitter errichtet, damit die Jungen nicht ins Innere des Turmes abstürzen können. Denn vor Jahren rutschte während der Brutzeit nach einem Unwetter ein Altvogel ins Fallrohr der Dachrinne und die Feuerwehr musste alarmiert werden. Nach der Rettungsaktion brachten die Betreuer den Vogel zurück zum Brutplatz.
Die evangelische Kirchengemeinde ließ durch die Freiwillige Feuerwehr Schutzgitter über die Fallrohre montieren.
Die Jungenaufzucht der Turmfalken im Kirchturm wurde mit der Kamera dokumentiert und im Jahr des Turmfalken 2007 mit zwei Ausstellungen präsentiert.
Im Gebälk von Turm und Dachboden haben Fledermäuse ihr Sommerquartier. Zwei Fledermausfenster, an deren Vorhandensein auch die Kommunale Gemeinde beteiligt ist, erleichtern den Einflug. Die inzwischen gegründete NABU Gruppe erhielt vom Kirchenvorstand die Zustimmung zu einem Fledermausprojekt, bei dem die Bedingungen für die Mitbewohner weiter optimiert wurden.
Auch nach der anstehenden Dachsanierung soll dies so bleiben, die Renovierungsarbeiten sollen zu einer für Falken und Fledermäuse verträglichen Zeit durchgeführt und die Nist- bzw. Quartiermöglichkeiten erhalten werden.
Die NABU Gruppe freut sich mit der evangelisch reformierten Kirchengemeinde Wald-Michelbach über die Auszeichnung mit der Plakette Lebensraum Kirchturm, die der Vorsitzende des Hessischen Landesverbandes des NABU, Gerhard Eppler, im Rahmen eines Festgottesdienstes vornahm.
Die Auszeichnung erfolgte am 17. Mai 2008.
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Naturschützer gesucht -
NABU wirbt um Verstärkung
Wer klingelt denn da? Das wird sich in den nächsten Tagen manch einer im Kreis Bergstraße fragen. Vier Studenten eines Werbeteams besuchen ab dem 25. März 2008 die Bürger und Bürgerinnen im Ried und im Odenwald. Sie gehen von Tür zu Tür, informieren und werben für den NABU.
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Peter Schabel und das vierköpfige Wesser-Werbeaktions-Team in unserer Kreisgeschäftsstelle Heppenheim
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Die Studenten Julia Troch, Tino Anker, Andrea Freund und Eike Deuling, die im NABU-Shirt und mit Ausweis für den NABU unterwegs sind, sammeln kein Bargeld oder Spenden. Sie informieren über die örtliche Naturschutzarbeit, werben um aktive Unterstützer und auch Mitglieder. Denn die Natur braucht einen Lobby.
„Ohne unsere Mitglieder könnten wir unsere zahlreichen Projekte gar nicht durchführen“, sagt Peter Schabel vom NABU Kreisverband Bergstraße. Viele Naturschutzprojekte dienen der Erhaltung wertvoller Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Denn vom Flächenkauf über Artenschutzprojekte bis hin zu Material für die Jugendarbeit sei nichts umsonst zu haben. Nicht nur die finanzielle Unterstützung ist wichtig. „Jedes Mitglied im NABU ist eine Stimme für die Natur“ erläutert der Erste Vorsitzende die Bedeutung der Mitglieder für den Verband und die Naturschutzarbeit.
Es existieren 20 NABU-Ortsgruppen mit bereits mehr als 3.000 Mitglieder im Kreis Bergstraße. Jetzt will der NABU mit der Informationskampagne seine Öffentlichkeitsarbeit stärken und weitere Freunde der Natur gewinnen. „Wir hoffen, dass wir bei der Bevölkerung willkommen sind“ sagt Peter Schabel.
Anfragen >Kontakt

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Artenschutzprojekt Wanderfalkenbrutplätze
Neuer Wanderfalken-Brutplatz in der Erlache bei Bensheim
NABU, Bahn und Stadt arbeiten im Dienste des Artenschutzes zusammen

Im Februar, gerade noch rechtzeitig vor der Brutsaison 2008, hat die Deutsche Bahn in Zusammenarbeit mit dem NABU Bergstraße und mit Unterstützung der Stadt Bensheim einen Wanderfalkenkasten auf einen 110 kV-Hochspannungsmasten in der Erlache bei Bensheim montiert.
Bau und Montage des Kastens waren aufwändig. Die Schreinerei Werner in Laudenbach erstellte den Kasten nach Konstruktionsvorlage der NABU-Spezialisten. Vor der Montage musste dann eine statische Berechnung belegen, dass auch in extremen Wetterlagen die Stabilität des Mastes nicht leidet. Dann wurden noch spezielle Montageteile erstellt, um eine Art Vorbau anzubringen, auf den der Kasten, gut einen Zentner schwer, montiert werden konnte.

Dann ging die Hauptarbeit los, den Kasten auf den Mast zu schrauben. Für fast drei Stunden war aus Sicherheitsgründen der Strom abgeschaltet worden. Dann mussten die Kabel zusätzlich geerdet werden, für alle Fälle. Nachdem dies abgeschlossen war, wurden zuerst die Stahlträger festgeschraubt, bevor der Kasten mit einer Motorwinde in fast 50 Meter Höhe über dem Erdboden hochgezogen werden konnte. Das Dach des Kastens aus Edelstahl musste auch noch separat geerdet werden. Dann kam noch etwas Einstreu als Unterlage hinein fertig! Nach über drei Stunden Arbeit war alles erledigt, der Falke kann kommen.
Vom Naturschutzzentrum aus ist der Einflug in den Kasten schön zu beobachten und die NABU-Aktiven hoffen, dass der Wanderfalke dort bald einzieht. Schon am Tag darauf und inzwischen mehrfach wurde der Falke direkt neben dem Kasten auf dem Strommast beobachtet.

NABU für einen bergmännischen ICE-Tunnel
mindestens von Bensheim-Langwaden bis in den Lorscher Süden
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Für die Bündelung der Trassen -
gegen weitere Durchschneidung des Waldes
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Wetzlar; Der NABU Hessen protestiert gegen den angeblichen Kompromiss der Bahn AG und der Metropolregion Rhein-Neckar, die ICE-Neubaustrecke von Lorsch aus ohne Trassenbündelung mit der Autobahn A 67 quer durch den Wald nach Mannheim führen zu wollen. „Die Riedwälder am Rande des Ballungsraums sind von herausragender Bedeutung als Erholungsraum für die Menschen, als Grundwassereinzugsgebiet und nicht zuletzt für den Naturschutz“, so Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen.
Es gehe nicht an, eines der letzten zusammenhängenden Waldgebiete in der hessischen Rheinebene durch eine Bahntrasse zu zerstückeln, für die es umweltverträglichere Varianten gibt. Eppler weist darauf hin, dass die in Rede stehende Variante durch den Wald im Raumordnungsverfahren nicht näher untersucht worden ist. Somit müsste vor einem Planfeststellungsverfahren, das jetzt eigentlich ansteht, ohnehin das Raumordnungsverfahren noch einmal neu aufgerollt werden. Ein neues Raumordnungsverfahren würde die Streckenplanung noch einmal um Jahre zurückwerfen, auch dies sei nicht im Sinne des Umweltschutzes. Man wolle schließlich schnell möglichst viel Verkehr auf die Schiene verlagern.
Auch ein Verkehrsprojekt von europäischer Bedeutung dürfe nicht auf dem Rücken der Natur und der Menschen in einer schon stark belasteten Region durchgesetzt werden. Im Viernheimer, Lorscher und Lampertheimer Wald liegen außerdem mehrere nach EU-Recht ausgewiesene FFH- und Vogelschutzgebiete auch diese von europäischem Naturschutzrang. „Das wird Probleme geben“, ist sich Eppler sicher und kündigt energischen Widerstand des Naturschutzbundes gegen Trassenpläne durch den Wald an.
siehe auch >hr-online-Video "Bergstraße erteilt ICE-Trasse eine Absage"
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Heppenheimer NABU zeigt Fotoausstellung
im Rathaus
Seit 75 Jahren aktiv für den Naturschutz

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| Die Ausstellung "75 Jahre NABU Heppenheim e.V." ist bis zum 15. Januar im Rathaus Heppenheim zu besichtigen. Sie umfasst 24 Tafeln mit den verschiedenen Aktionsfeldern vom NABU Heppenheim. Weitere drei Tafeln liefern Einblick in die Vereinsgeschichte, sowie zwei Vitrinen mit Exponaten von Ehrungen und Büchern von Mitgliedern.
Erster Vorsitzender Günther Hagemeister freut sich über die außergewöhnlich gute Ressonanz in der Bevölkerung.
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Günther Hagemeister bei der Ausstellungseröffnung am 28.12.07
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Die Ausstellung kann bis zum 15. Januar besichtigt werden.
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Droht dem Odenwald zunehmende Zersiedelung?
Naturschutzbeirat befürchtet ungezügelte Gewerbeflächenausdehnung
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Der landschaftlich reizvolle Odenwald weckt Begehrlichkeiten
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Der Naturschutzbeiratsvorsitzende Herwig Winter bringt seine Befürchtung zum Ausdruck und sieht sich durch die momentan immer häufiger werdenden Bauleitplanverfahren vieler Odenwaldgemeinden bestätigt, dass die in Aussicht stehende Aufhebung des Landschaftsschutzgebietes zu einer zunehmenden Zersiedlung führen wird.
Zur Information:
Die Gemeinde Rimbach hat einen Abweichungsantrag vom Regionalplan Südhessen 2000 eingereicht mit dem Ziel der Schaffung eines Gewerbegebietes am Eingang des Igelsbachtals im Rimbacher Ortsteil Mitlechtern. Peter Schabel (NABU) informiert anhand einer kurzen Power-Point-Präsentation über die Planungsinhalte.
Beschluss des Beirats:
Der Beirat beschließt einstimmig, eine Resolution gegen dieses Vorhaben an die Regionalversammlung zu richten (siehe Resolutionstext).
Resolution
an die Regionalversammlung Südhessen
Der Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde im Kreis Bergstraße fordert die Regionalversammlung Südhessen auf, dem Abweichungsantrag der Gemeinde Rimbach mit dem Ziel der Schaffung eines Gewerbegebietes "Großäcker" im Ortsteil Mitlechtern nicht zuzustimmen.
Das Gebiet mit der Bezeichnung "Großäcker" ist bislang unberührt und landschaftlich sehr reizvoll, befindet sich im Landschaftsschutzgebiet Bergstraße/Odenwald und ist im rechtsgültigen Raumordnungsplan als Bereich für Schutz und Entwicklung von Natur und Landschaft und als Bereich für die Grundwassersicherung ausgewiesen.
Die Gemeinde Rimbach möchte für die Firma Energie- und Schwingungstechnik Mitsch GmbH, die im Gewerbegebiet "Auf der Rut" im Ortsteil Mitlechtern offensichtlich an Grenzen stößt, eine Erweiterungsmöglichkeit schaffen. Der Naturschutzbeirat geht jedoch davon aus, dass es sowohl in der Gemeinde Rimbach selbst als auch in der Nachbargemeinde Fürth bereits in ausreichendem Umfang Flächen gibt, die als Gewerbeflächen rechtsgültigen Bestand haben und für eine solche Erweiterung zur Verfügung stehen, so dass dafür nicht eigens eine Inanspruchnahme sensibler Flächen im Landschaftsschutzgebiet erforderlich ist.
Dies auch vor dem Hintergrund, dass das Igelsbachtal, an dessen Eingang die geplante Gewerbefläche "Großäcker" liegt, Bruthabitat des Rotmilans (Anhang-I-Art der europäischen Vogelschutz- Richtlinie, für die Deutschland eine herausragende Verantwortung trägt) ist und außerdem ein Vorkommen des Wiesenknopf-Ameisenbläulings (Anhänge II und IV der europäischen FFH-Richtlinie) aufweist. Beide Arten wären durch die Planungsmaßnahme gefährdet.
Herwig Winter
Beiratsvorsitzender
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Rückblick 2007
Hügelgräber und Holzfäller am Hirschkäferweg
NABU-Fahrradtour durch den Bürstädter Wald
Am Samstag, 15. September, trafen sich gut dreißig Naturfreunde auf dem Gelände der Naturschutzbund-Ortsgruppe Bürstadt, um den Bürstädter Wald für knapp drei Stunden per Fahrrad zu erkunden. Bei der Begrüßung stellte der NABU-Vorsitzende Volker Engert kurz die „Heimat- und Wanderkarte Bürstadt“ vor, die 2004 auf Initiative des Agenda-Tisches Naturschutz Bürstadt entstanden ist. Auf der Karte sind neben Fuß- und Radwegen auch Stellen eingezeichnet, die in Bezug auf die geschichtliche Entwicklung Bürstadts und seiner Umgebung bzw. ihrer Bedeutung für Flora und Fauna bemerkenswert sind. Für diese Karte hatten der Heimatforscher Hans Held und der damalige NABU-Vorsitzende und Naturfotograph Johannes Schader die entsprechenden Informationen und Illustrationen zur Verfügung gestellt. Die Karte kann im Bürgerhaus erstanden werden.
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NABU-Vorsitzenden erklärt den Teilnehmern der Radtour an der Naturoase Lachgärten (gegenüber dem NABU-Gelände) die „Heimat- und Wanderkarte Bürstadt“.
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Nach dieser kurzen Einführung ging es dann - weitgehend auf der Route des „Hirschkäferwegs“- zunächst zu den keltischen Hügelgräbern, die sich seit ca. 3000 Jahren auf dem Gebiet der heutigen Bürstädter Gemarkung befinden. Der weitere Weg führte die Gruppe dann zum 100m hoch gelegenen „Schießbuckel“ und zu Gedenktafeln, die an Waldarbeiter erinnern, die bei der Arbeit ihr Leben verloren haben. Bei der sogenannten „Brunnenwiese“ schließlich konnten die älteren der Mitfahrer aus eigener Kindheitserinnerung die Herkunft der Bezeichnung berichten: In der Mitte der Wiese befand sich ein Brunnen, um in trockenen Jahreszeiten das Wild zu tränken. In früheren Jahren, als das Auto noch nicht so weit verbreitet war und die Bürstädter noch per Fahrrad oder zu Fuß zu ihren Wochenendausflügen unterwegs waren, war diese Wiese ein beliebtes Ausflugsziel nach dem sonntäglichen Gottesdienstbesuch. Vielleicht wird diese eingeschlafene Tradition ja im nächsten Frühjahr durch eine Picknick-Tour des NABU wieder belebt…
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Am Fuße des Schießbuckels
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Der letzte Abschnitt der Radtour führte die bunte Fahrradtruppe vorbei an drei Grenzsteinen, die unter anderem ein Rad zeigen, das die Gebietszugehörigkeit zu Mainz andeutet. Denn das Mainzer Stadt- und auch Bistumswappen führt seit Bischof Willigis Zeiten, dessen Vater ein Wagenmacher war, das Rad. Abschlusspunkt der Radtour war dann wieder das NABU-Gelände, auf dem die Gruppe den Brotbackofen bewundern konnte, der demnächst bei einem Flammkuchenabend wieder in Betrieb genommen werden soll.
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An den beiden Gedenktafeln für die bei der Arbeit umgekommenen Waldarbeiter.
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Großes Fledermausfest - Batnight 2007
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Alle Bat-Fans waren am 1. September zum Großen Fledermausfest im Naturschutzzentrum Bergstraße eingeladen!

Staunen über Langohren und Abendsegler
NATURSCHUTZ: Vielfältige Angebote beim Fledermausfest /
Kinder-Schminken und Gewinnspiel
Bensheim. Einblick in die faszinierende Fledermauswelt gewährte auch dieses Jahr wieder der Naturschutzbund (Nabu) Kreis Bergstraße beim "Großen Fledermausfest". Schon zum elften Mal drehte sich im und auf dem Gelände des Bensheimer Naturschutzzentrums alles um die kleinen Flattermänner.
Gleich nach Beginn der Veranstaltung sorgte eine Breitflügelfledermaus für großes Erstaunen. Fledermausschützer Klaus Schumacher präsentierte den großen und kleinen Fledermausfreunden einen sogenannten "Pflegling": Verunglückte oder verwaiste Fledertiere werden unter Obhut der Naturschützer wieder aufgepäppelt und in die freie Wildbahn entlassen. Verwunderung löste auch die unerwartete Kleinheit dieser Tiere aus.
Auch an Bernd Kochs Glasvitrinen mit Fledermauspräparaten wurden die verschiedenen Arten bestaunt. Ob Großer oder Kleiner Abendsegler, Mausohren, Langohren oder Hufeisennasen - die Köpfe der Nachtjäger unterschieden sich beträchtlich. Doch eins haben alle gemeinsam: die Echoortung. Mit ihr, so erklärte Fledermausschützer und Referent Michael Lellbach bei seinem Diavortrag, finden sie sich im Dunkeln zurecht und spüren ihre Beute auf. Insekten erbeuten sie teilweise im Flug und in den Tropen und Subtropen gebe es viele Arten, die sich ausschließlich vegetarisch ernähren.
Wer schon bei sich zuhause Freundschaft mit den Fledermäusen geschlossen hat, konnte sich am Werkstand der NABU-Mitglieder einen Fledermauskasten zurecht zimmern. Unter fachkundiger Anleitung wurde für die neue Unterkunft geschraubt, gehämmert und gebohrt. Das Förderwerk Natur e.V. hatte neben Informationen über hessische Fledermausprojekte auch samtig-plüschige Flattermänner und T-Shirts für Groß und Klein im Angebot. Lustige Fledermausmasken und Flattermänner aus Stoff und Pappe galt es am Stand der Naturschule Bergstraße zu gestalten.
Beim Kinderschminken verwandelte sich gar manch kleines Menschenkindgesicht in einen Werwolf, Batman oder eine Spinnenfrau. Beim Fledermausgewinnspiel lockten wieder attraktive Gewinne wie Buchpreise, Spiele, Taschenlampen, Bastelbögen und Kinderknetkoffer. Zum Abschluss des Festes stand die beliebte Fledermauswanderung am Erlachsee an. Mit drei Bat-Detektoren ausgerüstet, galt es abschließend, die heimlichen Jäger der Nacht aufzuspüren. Der Große Abendsegler sowie jede Menge Wasserfledermäuse konnten im knatternden Detektor, der die ultra-hohen Signale in hörbare Töne umwandelt, geortet werden.
Bergsträßer Anzeiger
08. September 2007
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Süßes Ergebnis fleißiger Arbeit 
NABU-Ausflug zum Bienenlehrpfad Matzenbach
Am Samstag, 25. August, starteten ein gutes Dutzend Mitglieder und Freunde der Bürstädter NABU-Gruppe zum idyllisch gelegenen Bienenlehrpfad bei Matzenbach. Dort erläuterte Erich Horbach den interessierten Naturfreunden von 8 bis 70 Jahren bei herrlichem Sonnenwetter sein liebevoll angelegtes Gelände.
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| Ausgestattet in Imkerschutzkleidung, lauschen die NABU-Ausflügler Erich Horbach's Einblicke in das Bienenleben. |
Beim Rundgang durch den Bienenlehrpfad bekam man zunächst einen Einblick in die Geschichte der Imkerei. Zuerst lernte der Mensch von den Tieren, wie er die Honignester auszuräumen hatte (hohler Baum), bevor sich dann im Laufe der Jahrhunderte die eigentliche Imkerei entwickelte und viele Neuerungen und Verbesserungen brachte. Im Bienenlehrpfad stehen nicht nur viele historische Bienenkörbe und Kisten, sondern natürlich auch Kästen aus unserer Zeit mit bis zu 30 Waben oder 4 Magazinen übereinander. Mancher Kasten war auch mit Spiegeln oder Glas versehen, um das Innenleben eines Bienenstockes besser beobachten zu können.
Eine Besonderheit war ein Stock komplett aus Glas, an dem man gefahrlos aus allen Lagen das Innenleben in einem Bienenstock betrachten konnte. An zwei anderen Stöcken wiederum konnte man horchen und riechen. Die Bürstädter NABU-Freunde interessierten sich auch besonders für die selbst gefertigten Wildbienenbehausungen, Hornissenstände und Hummelkästen des engagierten Imkers. Für den nächsten Sommer wollen die Bürstädter Naturfreunde nämlich die bereits auf ihrem Gelände gegenüber der Naturoase befindlichen Wildbienenbehausungen erneuern, damit die nützlichen Wildbienen sich noch wohler auf dem NABU-Gelände fühlen können.

Der ganze Bienenlehrpfad von Erich Horbach ist großzügig mit Informationstafeln und mit von seiner Frau liebevoll gestalteten Spruch- und Bildtafeln versehen, was den positiven Gesamteindruck der Bürstädter Besucher bekräftigte. Eine Pause mit einem kräftigendem Grillteller und erfrischenden Getränken, sowie ein abschließendes Kaffeetrinken mit angeregtem Gedankenaustausch und Planungen für die anstehenden Projekte des NABU rundeten den Aufenthalt in Matzenbach ab.
Anschließend besuchte die Gruppe noch die imposante Burganlage Lichtenberg mit ihren imposanten Schutzmauern, interessanten Ein- und herrlichen Aussichten. Die Burg Lichtenberg im Herzen des Pfälzer Berglands zählt zu den größten Burganlagen Deutschlands und wurde nie vom Feind zerstört, wodurch der harmonische Gesamteindruck der teilweise bereits 800 Jahre alten Anlage bis heute weitgehend erhalten geblieben ist.
Erfüllt von den vielfältigen sonnigen Eindrücken aus der Natur und Kultur der Gegend und voller Ideen für die nächsten Monate fuhren die Bürstädter Naturfreunde am Abend wieder gen Bürstadt.
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Neuer Blickfang beim NABU-Gelände

Seit einigen Tagen schmückt ein neues Schild den Eingangsbereich des Geländes der Naturschutzbund NABU-Ortsgruppe Bürstadt. Hierauf findet sich nicht nur das Logo des NABU-Bundesverbandes mit dem Storch als Wahrzeichen, sondern auch das spezielle Logo der Bürstädter Ortsgruppe. Dieses Logo verbindet in einem Kreis Symbole für Mensch, Natur und Technik. Damit wird natürlich zum einen verdeutlicht, dass sich der NABU für den Schutz der Natur einsetzt. Es soll aber auch deutlich werden, dass dieser Wunsch nach Schutz der Natur nicht ausgespielt werden soll gegen Bedürfnisse der Menschen und einer Fortentwicklung der Technik.
Allerdings soll beispielsweise der Wunsch des Menschen nach abwechslungs-reicher Freizeitgestaltung im Einklang mit der Natur gestaltet werden. So bietet der NABU Bürstadt auch in diesem Jahr wieder eine Radtour an, die dieses Mal am 15. September ab 14 Uhr (Treffpunkt: NABU-Gelände bei der Naturoase Lachgärten) zu reizvollen Plätzen im Bürstädter Wald führen soll. Zahnräder als Symbole für Technik zeigen: Technik ist kein prinzipieller Gegenspieler der Natur, sondern kann bei entsprechend zielgerichteter Nutzung zu deren Erhaltung beitragen. Dies entspricht auch den Bemühungen in Bürstadt, verstärkt auf regenerative Energien zu setzen wie Solarenergie und durch die neu entstehende Biogasanlage.
Ein gelungenes Beispiel für das Zusammenspiel von Natur und Mensch wird am 25. August erkundet: Dann geht es zum Bienenlehrpfad in Matzenbach bei Kaiserslautern. Interessierte melden sich bitte rechtzeitig beim Vereinsvorsitzenden Volker Engert (Tel. 06245/5197 bzw. vengert@aol.com)
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Aktion "Saubere Landschaft" und
Nistkastenbau-Workshop in Bürstadt
Erfolgreicher Aktionstag in Bürstadt
Am Samstag, dem 17.3.2007, hatte der NABU Bürstadt gleich zwei Aktionen durchgeführt. Zum einen beteiligten sich zahlreiche Aktive an der Aktion „Saubere Landschaft“ der Stadt Bürstadt. Dazu sammelten sie am Vormittag Müll entlang den Wegen rund um das Vereinsgelände und in der benachbarten „Naturoase Lachgärten“.
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Einige der Aktiven, die sich vormittags an der Müllsammelaktion „Saubere Landschaft“ beteiligten.
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Zum anderen bot die NABU-Ortsgruppe Bürstadt am Nachmittag einen Nistkastenbau-Workshop an. Dabei entstanden Nistkästen aus naturbelassenem Holz für Meisen, Kleiber bzw. Haussperlinge. Hierbei werkten Kinder und Erwachsene erfolgreich gemeinsam.
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Hier entsteht das Einflugsloch für den Meisen-Nistkasten.
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Birkenauer Uhuweibchen vorzeitig in Brutlaune
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| Zwei Wochen früher als sonst, hat sich eine Birkenauer Uhudame schon auf das Brutgeschäft eingerichtet. Der ausgefallene Winter sei wohl schuld, meinte NABU-Kreisvorsitzender Peter Schabel. Er hatte sie am 14. Februar 2007 entdeckt und beobachtet. Mit seiner Digi-Cam fotografierte er das Uhuweibchen, welches sich hinter einem Fels verbarg. Dort richtetete sie sich schon eine Brutnische ein und sorgt so für - hoffentlich - erfolgreichen Nachwuchs.
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Nicht leicht zu erkennen - aber gut getarnt hinter einem Fels, richtete sich das Uhuweibchen ihre Brutnische ein
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Archiv 2006

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Öko-Oscar 2006 für Nabu-Jugend
Bürstadt verleiht den Umweltpreis
Bürstadt. Seit 1984 verleiht die Stadt Bürstadt einen Umweltpreis. Gemäß den Statuten kommen als Preisträger Einzelpersonen, Vereine, Organisationen oder Verbände in Frage, die, ohne dazu verpflichtet zu sein, ein besonderes Engagement bewiesen und beispielhafte Leistungen auf dem Gebiet des Natur- und Umweltschutzes oder der Landschaftspflege in der Stadt Bürstadt erbracht haben.
In diesem Jahr erhält die Jugendgruppe des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu), mit ihrer Leiterin Christine Winkler, diese Auszeichnung. Christine Winkler betreut in ihrer Nabu-Jugendabteilung ehrenamtlich rund 12 Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 17 Jahren. Als Klavierlehrerin und ausgebildete Pädagogin hat sie in den letzten Jahren die Jugendarbeit des Nabu aufgebaut und in beeindruckender Weise geformt. Die Jugendgruppe wird in diesem Jahr vom Magistrat der Stadt Bürstadt für ihr heraustragendes Engagement im Naturschutz ausgezeichnet.
Die besonderen Leistungen spiegeln sich zum Beispiel darin, dass die Kids bereits dreimal in Folge (von 2003 bis 2005) den Bundespreis für den Natur-Wettbewerb der Naturschutzjugend unter dem Motto "Erlebter Frühling" in Empfang nehmen konnten. Ihre Beiträge und Projekte setzten sich unter rund 1000 eingereichten Arbeiten aus ganz Deutschland durch.
Die Gruppe hatte dazu bereits im Februar begonnen, Pflanzen zu sammeln und die Natur zu beobachten. Für das vorgegebene Thema hatten sie sich intensiv mit den vier Frühlingsboten aus dem Lebensraum Acker und Brache befasst. Dazu gehören die Kamille, der Zitronenfalter, der Maulwurf und die Feldlerche.
Die jungen Naturschützer waren draußen unterwegs, legten selbst ein Kamille- und Wildblumenbeet an und untersuchten die Kleintiere am Feldrand. Darüber hinaus verglichen sie den Bewuchs am Rand von Ackerflächen bei konventionellem und ökologischem Anbau. Die Ergebnisse ihrer Arbeit wurden auf farbigen Holzschautafeln in Form von Fotos, kleinen Berichten, Zeichnungen und getrockneten Pflanzen dokumentiert.
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Der Umweltpreis der Stadt Bürstadt wird bereits seit 1984 verliehen und ist mit einer Geldzuwendung in Höhe von 250 Euro verbunden. 14 Mal wurde der Preis seither vergeben. Die Liste der Ausgezeichneten liest sich wie ein "Who is Who" der Bürstädter Umwelt- und Naturschutzszene. Dazu zählen beispielsweise der unvergessene Johannes Schader, einem der Gründerväter des Bürstädter Naturschutzes, Dr. Eugen Schreiber, ein Natur- und Heimatkundler ersten Ranges, oder Philipp Kristal, der sich als kenntnisreicher Schmetterlingsexperte sogar in wissenschaftlichen Kreisen einen Namen machte.
Auch Vereine, Schulen sogar die Jugendfeuerwehren finden sich unter den Prämierten. Die Vielzahl der Einzelpersonen, aber auch der Organisationen und Verbände zeigt, dass der Umwelt- und Naturschutz in Bürstadt eine lange Tradition besitzt und vor Ort auf einem breiten gesellschaftlichen Fundament steht. Vor dem Hintergrund der weiterhin großen Herausforderungen was die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen angeht, braucht der Umwelt- und Naturschutz in Bürstadt aber auch in Zukunft noch viele "Umwelt-Oskars". zg
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Südhessen Morgen/25. November 2006
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Erste Auszeichnung für fledermaus-
freundliches Haus im Kreis Bergstraße
NABU verleiht Ehrung an das Stadthaus Lorsch
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Lorsch/Wetzlar;
Das erste Gebäude im Kreis Bergstraße zeichneten NABU und Land Hessen am 25. August 2006 mit der Plakette und der Urkunde „Fledermausfreundliches Haus“ aus.
Die Auszeichnung wird an Hausbesitzer verliehen, die Fledermäuse an ihrem Gebäude fördern und damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung dieser bedrohten Tiere leisten.
Mit der Auszeichnung des Stadthauses Lorsch führt der Naturschutzbund Hessen (NABU) die Kampagne „Fledermausfreundliches Haus“ fort. Es ist die erste Auszeichnung im Landkreis Bergstraße. Die Aktion wird gemeinsam vom NABU, dem Land Hessen und der Stiftung Hessischer Naturschutz getragen. Durchgeführt wird sie von den zahlreichen Experten der NABU-Landesarbeitsgruppe Fledermausschutz und den über 400 örtlichen NABU-Gruppen, die sich schon seit Jahren für die hessischen Fledermäuse stark machen.
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NABU-Landesvorsitzender Gerhard Eppler und Bürgermeister Klaus Jäger.
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Geehrt wurde die Stadt Lorsch für die umsichtige Sanierung des Stadthauses, das eine bedeutende Kolonie der Breitflügelfledermaus beherbergt.
Im Stadthaus Lorsch haben ca. 80-100 Breitflügelfledermäuse Quartier bezogen. Sie wohnen im Zwischendach des städtischen Verwaltungsgebäudes und können ganz komfortabel über Einflugöffnungen zu beiden Giebelseiten des Hauses ein- und ausfliegen. Die räumlichen Bedingungen vor Ort sind geradezu ideal für Breitflügelfledermäuse.
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Für Rückfragen:
Gerhard Eppler unter Tel. 06257-64371
oder NABU-Fledermaustelefon 06441-67 904-25 |
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Ein Luchs streift durch das Weschnitztal
NABU-Kreisvorsitzender entdeckte Pfotenabdrücke
Bergstraße/Odenwald. Lange bevor Braunbär Bruno durch die bayrischen Gefilde streifte, suchten Wissenschaftler und Ausflügler hierzulande nach den Spuren eines anderen Waldbewohners - im Gegensatz zu dem brummigen Zotteltypen äußerst scheu. Doch es gibt ihn: den Luchs.
Dafür legt Peter Schabel, der Vorsitzende des NABU-Kreisverbandes Bergstraße, die Hand ins Feuer. Er fand jetzt auf einem Waldweg im Weschnitztal verdächtige Pfotenabdrücke, die Luchs-Fachmann Gerd Bauer (Wiesbaden) als absolut echt einstuft. Woher das Tier kommt, ist laut Schabel unklar: "Vielleicht ist er aus einem Gehege ausgebrochen oder hat sich aus der Pfalz abgesetzt."
Keine Gefahr für Menschen
Schabel hatte bereits im Frühjahr eine sensationelle Entdeckung gemacht: Während er nachts den Rufen eines Uhu-Männchens lauschte, stießen zwei Luchse in seiner unmittelbaren Nähe minutenlange Paarungslaute aus. Da schlug das Herz des Tierschützers höher, zumal die wunderschöne Wildkatze seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland als ausgerottet galt. Erst 1999 wurde im Werra-Meißner-Kreis wieder der erste Luchs in Hessen gesichtet, der laut Schabel keinerlei Gefahr für Menschen darstellt und streng geschützt ist.
Die ausgemachten Spuren ("Trittsiegel") sind nach Expertenmeinung zweifelsfrei - handtellergroß und ohne Krallenabdrücke - der wichtigste Unterschied zu den Fährten von Fuchs und Hund, deren Nägel nicht zu übersehen sind. Schabel hofft nun, dass der Luchs bei uns "akzeptable Lebensbedingungen findet und auf Dauer unsere heimische Tierwelt bereichert". Denn die Risiken beim Überqueren der Straßen und durch illegale Verfolgung sind beachtlich.
"Die Auflösung des Landschaftsschutzgebietes Bergstraße-Odenwald wird die Situation nicht verbessern", kann sich der NABU-Mann einen Seitenhieb gegen die hessische Landesregierung nicht verkneifen, "dabei könnte der Luchs für die hiesige Region Symbol und Werbeträger sein - wenn wir ihm genug störungsfreien Raum zum Leben lassen."
Hoffnung in der Pfalz
Unterdessen wird auch in der Pfalz auf ein Lebenszeichen des Leisetreters gehofft, von dem es laut Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Neustadt keine bestätigten Spuren gibt. Ihr Präsident Klaus Eichel ist sich sicher, dass nur durch die Vernetzung der Luchspopulation in den französischen Vogesen diese Wildkatze in der Pfalz eine Zukunft hat. Bei der Suche wollen die Wissenschaftler künftig High-Tech-Methoden einsetzen. /ü
Von Sigrid Ditsch
Bergsträßer Anzeiger
24. Juli 2006
Weitere Informationen:
Pressemeldung OZ v. 28.07.2006
Wer Spuren des Luchses findet, melde sich bitte unter Z 0172/628 9927 oder per E-Mail unter LuchsImOdenwald@aol.com.
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"Bauwut bricht Naturpark Genick"
Umweltschutzverbände NABU und BUND kritisieren Haltung des Landtagspolitikers Lennert
Lampertheimer Zeitung v. 13.06.2006
red. BERGSTRASSE
"Es sollte Dr. Lennert bekannt sein, dass nicht die hessische Landesregierung über den Be- und Fortbestand des UNESCO-Geoparks entscheidet", so die Aussage des NABU-Kreisvorsitzenden Peter Schabel, der in der Verlautbarung des CDU-Landtagsabgeordneten zur geplanten Auflösung des Landschaftsschutzgebietes "Bergstraße-Odenwald" (wir berichteten) keinerlei Entkräftung der Argumente der Naturschutzverbände erkennen kann.
Vielmehr betreibe Lennert "Augenwischerei, wenn er den Eindruck erweckt, eine lapidare Aussage des Hessischen Umweltministeriums setze die Bestimmungen eines Bundesgesetzes oder Kriterien auf europäischer Ebene außer Kraft", fügt Schabel hinzu. Die Passagen in Paragraf 27 des Bundesnaturschutzgesetzes seien jedenfalls eindeutig, und dort seien auch die Kriterien für einen Naturpark festgelegt: Ein Naturpark müsse demnach überwiegend Landschafts- oder Naturschutzgebiet sein, der Arten- und Biotopvielfalt dienen, und es müsse zu diesem Zweck eine dauerhaft umweltgerechte Landnutzung angestrebt werden. "Wie diese Kriterien nach der geplanten Auflösung des Landschaftsschutzgebietes erfüllt werden sollen, verrät der Landtagsabgeordnete leider nicht", so Schabel weiter. "Aber vielleicht findet sich der umworbene an Geologie interessierte Tourist zukünftig besser im Odenwald zurecht, kann er sich doch dann bei seinen Wanderungen relativ einfach an UMTS- und anderen Sendemasten, Wochenendhäusern und Schankbetrieben im Grünen und unübersehbaren Windrädern auf den Hügeln und Bergkuppen orientieren", so der NABU-Vorsitzende.
Als ausgesprochen "blauäugig" kritisiert der BUND-Kreisverband Bergstraße die Haltung des Landtagsabgeordneten Lennert, an der Bergstraße und im Odenwald lasse sich die schutzbedürftige Erholungslandschaft auch ohne den Status eines Landschaftsschutzgebietes erhalten. Den Siedlungsentwicklungsplanungen der Gemeinden habe während der letzten drei Jahrzehnte nur sehr mühsam mit Hilfe eben dieses Schutzstatus Grenzen gesetzt werden können. Wenn die hessische Landesregierung mit der Novellierung des Naturschutzgesetzes auch noch den Schutz bedrohter Biotope wie beispielsweise Streuobst abschaffe, dann werde sich die Bauwut der Bürgermeister kaum noch im Zaum halten lassen.
Es könnte zwar sein, dass juristische Winkelzüge es ermöglichen, einen Geo- und Naturpark auch ohne Landschaftsschutzgebietsstatus existieren zu lassen - der BUND allerdings bezweifelt das. Faktisch aber werde die Form der Landschaft, die dazu erst die Grundlage lieferte, schon sehr bald nicht mehr existieren. Die Regierung unter Ministerpräsident Roland Koch schicke sich an, den Landschafts- und Naturschutz "zur Bedeutungslosigkeit zu degradieren".
Die durch Vielfalt geprägte Landschaft mit ihren abwechslungsreichen Biotopstrukturen im Odenwald und an der Bergstraße werde schon bald der Vergangenheit angehören. Statt Streuobstwiesen würden Supermarktketten die neu entstehenden Siedlungsflächen umrahmen, der Höhenzug der Tromm drohe zum Windpark zu verkommen, und die Kommunen würden entlang der Bundesstraßen zu einem Siedlungsbrei zusammenfließen.
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Lampertheimer Agenda-21-Arbeitskreis
Naturschutz, Landwirtschaft und Ressourcen sammelt über 1.000 Überschriften für die Erhaltung des Welschen Lochs
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Unterschriften sollen Ministerium wecken
Lampertheimer Arbeitskreis Agenda 21 will das Welsche Loch vor der Verlandung bewahren
Lampertheim. Das Welsche Loch droht zu verlanden, und das darf nicht passieren, darin sind sich die Mitglieder des Agenda-21-Arbeitskreises einig. "Wir müssen dringend eingreifen", lautet das Motto, um das für Tier und Mensch so wertvolle Flachgewässer vor der Austrocknung zu schützen.
Aus diesem Grund hat der Arbeitskreis vor einigen Wochen begonnen, in der Lampertheimer Bevölkerung Unterschriften "zur Ausbaggerung des Welschen Lochs" zu sammeln, die an den Hessischen Umweltminister Wilhelm Dietzel (CDU) übergeben werden sollen. Um über die aktuelle Lage zu informieren, trafen sich Andrea Hartkorn, Alfred Laut, Hartmut Büchner und Dieter Melchior am Biedensand.
"Mit der Unterschriftenaktion wollen wir zeigen, dass wir was machen und dass die Lampertheimer Bevölkerung hinter uns steht", meinten Andrea Hartkorn und Alfred Laut. Bereits am Agenda-Infostand auf dem Schillerplatz vor knapp vier Wochen war die Resonanz sehr gut, und es kamen um die 280 Unterschriften zusammen. Mittlerweile ist die Unterschriftenliste, die in Geschäften und Vereinen ausgelegt wurde, noch viel länger geworden, und die Naturschützer können einen ganzen Zettelberg mit insgesamt 1107 Unterschriften präsentieren. "Unser Ziel waren 500 plus. Dass es so viele werden, damit hat keiner von uns gerechnet", freute sich Laut.
Mit ihrer Aktion möchte der Agenda-Arbeitskreis darauf aufmerksam machen, dass der Prozess der Verlandung im Welschen Loch keineswegs als naturgemäßer Vorgang gesehen werden darf. "Für den gegenwärtigen Zustand ist vor allem der Mensch verantwortlich", bekräftigte Laut, denn dieser habe aus einem Naturschutzgebiet eine Kulturlandschaft gemacht. Nicht zuletzt sei die Rheinbegradigung ein wesentlicher Grund für den miserablen Zustand des Welschen Lochs. "Immer mehr Auenlandschaften verschwinden, wir müssen jede weitere retten", stellte Andrea Hartkorn fest.
Man dürfe das Gewässer nicht sich selbst überlassen, denn es sei vor allem für die dort lebenden Wasservögel unentbehrlich. Es gebe allerlei Tierarten, insbesondere Enten- und Gänsearten, die nur im Tiefwasser zurechtkommen. Hier finden sie vor allem die nötige Nahrung, in Form von Fischen und anderen Lebewesen. Wenn diese Auen nicht mehr existierten, werde sich das negativ auf die Artenvielfalt auswirken.
"Das ist ein richtiger Teufelskreis", meinte Laut. "Gerade für die alten Lampertheimer gibt es keinen Altrhein ohne Welsches Loch", sagte Laut. Die zunehmende Verschlammung des Welschen Lochs führe zudem zu einer vermehrten Weidenansammlung und damit zur weiteren Zerstörung des Gebietes. Wenn aber ausgebaggert werde, würden auch die Weiden zerstört, und wahrscheinlich sei dann eine Aussamung und Verwurzelung im Erdreich nicht mehr möglich, erklärte Hartkorn.
Den geplanten Brief an das Hessische Umweltministerium bezeichnete Laut als "Hallo-Wach-Tablette", um den Verantwortlichen die Augen zu öffnen. "Wir müssen erst das Land Hessen überzeugen, um Chancen auf eine EU-Finanzspritze zu haben", sagte Hartkorn. Trotz vieler Hürden, die ihnen noch bevorstehen, sehen sie zuversichtlich in die Zukunft. Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem schweren Weg seien die Unterschriften allemal. nik
aus: Südhessen Morgen
08. Juni 2006
Adresse des Artikels:
http://www.morgenweb.de/region/lampertheim/20060608_srv0000403_15706.html
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aus: TIP, 29.03.06
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Massive Pestizideinsätze gegen Maikäfer in den 60er Jahren haben nicht nur den Maikäfer selbst, sondern mit ihm hunderte von weiteren Insektenarten an den Rand der Ausrottung gebracht. 30-40 Jahre hat es gedauert, bis sich zumindest der Maikäfer von den Chemieeinsätzen wieder etwas erholt hat. Die Freude daran vermögen die meisten Förster allerdings nicht zu teilen. Die Riedforste sind durch Auto- und Industrieabgase des Ballungsraums Rhein-Neckar geschwächt. Zudem macht Trockenheit durch Grundwasserabsenkung infolge von übermäßiger Trinkwasserentnahme dem Wald zusätzlich zu schaffen. Knabbern dann noch die Engerlinge des Waldmaikäfers an Feinwurzeln von Eichen und Buchen, wird der Ruf nach Pestizideinsätzen wieder laut. Seit einigen Jahren werden daher im Labor und in kleinen Feldversuchen verschiedene Bekämpfungsmethoden erprobt bisher ohne eindeutige Ergebnisse.
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In Hessen soll in der ersten Maihälfte erstmals auf rund 400 Hektar ein Großversuch gestartet werden, bei dem sowohl das Gift Neem-Azal wie auch ein parasitärer Pilz zum Einsatz kommt. Neem-Azal wird aus den Samen des aus Indien stammenden Neem- oder Niehm-Baumes gewonnen und ist ein Vielzweckgift mit dem Wirkstoff Azadirachtin, das auch im ökologischen Landbau zum Beispiel zur Kartoffelkäferbekämpfung zugelassen ist. Es wirkt also nicht maikäferspezifisch, sondern gegen praktisch alle Insekten, die es beim Fressen aufnehmen. „Der Wald ist kein Kartoffelacker“, so NABU-Naturschutzreferent Mark Harthun, „sondern ein Lebensraum mit zahlreichen wild lebenden Tier- und Pflanzenarten.“ Große Teile der südhessischen Wälder gelten als europaweit besonders wertvolle Lebensräume und sind daher geschützt.
Dies gelte auch für den Lorscher Wald, in dem eine der beiden geplanten Bekämpfungsflächen liegt. Dank bedeutsamer Vorkommen von Mittel- und Grauspecht, Wendehals, Heidelerche, Ziegenmelker und Baumfalke ist der Lorscher Wald als EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Wichtig für diese Arten ist der lückige Charakter des Waldes, der laut Pflegeplan „durch kräftige Durchhauungen und lokalen Kleineinschlag“ bewahrt werden soll. Das Absterben von Bäumen nach Maikäferfraß würde ebenfalls für Auflichtungen sorgen, unterstütze somit die Lebensraumvielfalt und die Schutzbemühungen. Auch Fledermäuse nutzen die Maikäfer als Kraftnahrung für sich und ihren Nachwuchs. Um geeignete Jagdreviere zu finden, legen die Insektenjäger aus ihren Quartieren im Odenwald kommend Entfernungen bis zu zwanzig Kilometern zurück.
Das Vielzweckgift könnte auch zum Todesstoß für die Raupen seltener Schmetterlingsarten werden, die zeitgleich mit den Maikäfern im Blattwerk fressen etwa Spanische Flagge, Großer Schillerfalter und Nagelfleck sowie Blauer und Brauner Eichenzipfelfalter. Auch mögliche Wirkstoffanreicherungen bei Insektenfressern wie Vögeln und Fledermäusen müssten erforscht werden.
„Gifteinsatz hat im Wald nichts zu suchen, egal ob das Gift aus Naturstoffen gewonnen wird oder synthetisch“, betont Harthun. Sollten die Forstbehörden wegen gravierender Schäden auf einer Maikäferbekämpfung bestehen, dürften ausschließlich biologische Methoden wie der Beauveria-Pilz zur Anwendung kommen. Zudem sei ein Pestizideinsatz langfristig sinnlos. „Wir wissen heute, dass sich die Maikäferbestände in langen Rhythmen von 30 bis 45 Jahren entwickeln. Auf dem Höhepunkt der Vermehrung nehmen dann Krankheiten und Parasitenbefall überhand, so dass die Bestände von ganz alleine zusammenbrechen.“ Die Aktion könnte den Fraßdruck der Engerlinge auf die Baumwurzeln sogar verlängern, da sie der Bestandsentwicklung die Spitze nimmt und so den natürlichen Komplettzusammenbruch verhindert. „Das wirkt populationsökologisch wie ein erfrischender Aderlass. Die Forstbehörden müssten immer wieder neu Gift ausbringen.“ Stattdessen appelliert der NABU an den hessischen Umweltminister Dietzel auf eine Stärkung der Wald-Ökosysteme zu setzen.
NABU-Positionspapier zur Maikäferbekämpfung >pdf-Datei
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